SCM mit 34:28-Erfolg gegen Hannover

Die Gladiators können´s ja doch noch! Am vierten Spieltag der Handball-Bundesliga sicherte sich der SC Magdeburg durch ein 34:28 (19:13) gegen Aufsteiger Hannover-Burgdorf den ersten Sieg der noch jungen Saison. Maßgeblichen Anteil am Erfolg hatten Stian Tönnesen (6/1 Tore), Robert Weber (6), sowie Bennet Wiegert und Kapitän Fabian van Olphen (je 5). Bei Hannover konnte lediglich Piotr Przybecki mit neun Buden dagegen halten.
Vor dem Spiel strahlten erstmal Magdeburgs Neuzugänge Gerrie Eijlers und Robert Weber so sehr, dass man dachte der SCM würde an der Tabellenspitze stehen. Was war los? Eijlers strahlte mit der Sonne um die Wette, weil er bald wieder seinem großem Hobby nachgehen kann: dem Angeln. Statt Bälle aus dem Netz zu fischen, will der Holländer lieber wieder Fische an Land ziehen. Mithilfe des SCM, denn der Verein hat ihm versprochen den notwendigen Anglerschein zu besorgen. Gerrie: „Bisher habe ich mich wegen der drohenden Kontrollen und Strafen noch nicht ans Wasser getraut.“ Und Weber? Der ist auf den Hund gekommen. Kojak heißt der acht Wochen alte Husky, den der Österreicher mit seiner Freundin bei einem Züchter in Bad Frankenhausen fand. Tobi: „Ich habe öfters Zeit und kann dann mit Kojak im Stadtpark spazieren gehen.“
Einen Spaziergang konnte man im Vorfeld des Spiels gegen Hannover nicht erwarten. Zum einen weil der SCM eher holprig in die Saison startete, zum anderen weil Hannover gegen die Top-Mannschaften Göppingen und Großwallstadt gut mithalten konnte. Der SCM ist zwar längst kein Top-Mannschaft mehr, doch auch gegen die Gladiators konnte Hannover (mit den beiden Ex-Magdeburgern Marc Hohenberg und Alexander Hübe) zu Beginn gut mithalten. Bis zum 10:12 (20.) aus Hannover-Sicht ist das Spiel ausgeglichen. Doch dann legt der SCM einen Zwischenspurt hin, führt zur Pause 19:13. Da war dann auch schon klar: Die beiden Punkte sind im Sack. Dafür ist Hannover einerseits einfach nicht gefährlich genug und andererseits steht die SCM-Deckung um Torwart Eijlers (insgesamt 15 Paraden) zu gut. Auch Stefan Kretzschmar ist mit seiner Familie unter den (nur) 3716 Zuschauern. „In den ersten 30 Minuten hat der SCM fast optimal gespielt. Sechs Tore gegen Hannover rauszuspielen, ist nicht selbstverständlich“, so der Ex-Sportdirektor, der sich wieder zahlreichen Autogrammwünschen ausgesetzt sah. Man merkt: Kretzsche ist noch immer das Gesicht des SCM. Nur schade, dass das zumindest im Verein nicht alle handelnden Personen so sehen.

Zurück zum Spiel: In der zweiten Hälfte brennt nichts mehr an, der SCM hat Hannover im Griff. Einzig als Eijlers beim Stand von 25:20 (44.) zweimal großartig pariert, kann der Torwart verhindern, dass Hannover noch mal an einem Punkt schnuppert. Souverän-solide, jedoch nicht berauschend schaukelt der SC Magdeburg die Partie nach Hause und gewinnt verdient 34:28. Eijlers erkannte nach Schlusspfiff: „Wir waren sofort konzentriert und haben einfache Tore gemacht. Nur leider haben wir Przybecki nie in den Griff bekommen. Der hat gefühlt alle Tore von Hannover gemacht.“ Ösi Robert Weber sah es ähnlich: „Wir müssen in Zukunft noch besser in der Abwehr zupacken um nicht so viele Gegentore zu kassieren. Trotzdem ist mir ein riesiger Stein vom Herzen gefallen, endlich den ersten Sieg geholt zu haben.“ Im Kampf um weitere Siege soll ab dem Spiel gegen die Füchse Berlin (4. Oktober) auch Damien Kabengele wieder eingreifen. Gegen Hannover saß er erstmals wieder in Spielklamotten hinter der Bank. „Ich will demnächst wieder versuchen, der Mannschaft im Kombinationsspiel und in der Abwehr zu helfen. Bis ich meine alte Wurfstärke wiedererlangt habe, wird es noch dauern“, so Damien.
Und noch eine Info zum Vormerken: Am 21. Oktober muss der SCM in der dritten Runde des DHB-Pokals beim TuS-N-Lübbecke antreten. Damit kommt´s im K.o.-Spiel zum Bruderduell zwischen Bartosz (SCM) und Michal (TuS) Jurecki.

Weiterführende Links

www.scm-gladiators.de

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