SCM gewinnt überraschend 33:29 in Flensburg

Die schönsten Erfolge sind doch die, mit denen niemand rechnet. Der SC Magdeburg feierte in seinem ersten Saisonspiel bei der SG Flensburg/Handewitt einen grandiosen 33:29-Sieg, spielte 60 Minuten konzentriert und abgezockt. Held des Abends war neben Zugang Jure Natek, der mit zehn Toren überzeugte, Torhüter Gerrie Eijlers, der die Flensburger mit 20 Paraden zur Verzweiflung trieb.
Geträumt, ja, davon hatten viele Magdeburger Handballfans, für möglich gehalten hatten dies nur die kühnsten Optimisten. Von Beginn an führten die Elbestädter an der Förde, mit langen Angriffen und einer kämpferisch starken Abwehrleistung mit Bartosz Jurecki und Kjell Landsberg im Mittelblock überrumpelte Neutrainer Frank Carstens die Flensburger. Zur Halbzeit führten die Magdeburger 14:11. Ein positives Zwischenfazit, dachten viele. Doch der SCM kam noch stärker aus der Kabine, oder andersherum: An diesem Mittwochabend erschreckend schwache Flensburger waren noch weniger aggressiv in der Abwehr und noch weniger durchschlagskräftig im Angriff. So konnte der SCM, der seine Fehlerquote mit 15 Fehlwürfen und fünf technischen Fehlern erfreulich gering hielt, bis auf 24:18 (42.) wegziehen. Eine Magdeburger Einheit, die in der Campushalle auf dem Parkett stand, verteidigte den Vorsprung bis zum Ende. Kam die SG fünf Minuten vor Schluss noch mal auf 27:30 heran, war es Eijlers der mit einigen starken Paraden in „Eins-gegen-eins“-Situationen starke Nerven behielt. „Er und Jure Natek waren weltklasse“, sagte Kapitän Fabian van Olphen nach Spielende, wohl noch im Überschwang der Glückseligkeit. Denn beide spielten stark, aber die Essenz des Spiels ist: Der SCM kann an guten Tagen mit der erweiterten Spitze der Bundesliga mithalten – wenn diese schwächelt.

Es war eine SG, die mit den großartigen Auftritten der SG aus der vorigen Saison eigentlich nichts gemein hatte. Der SCM nutze dies aus. Das war stark und auch wichtig. Denn nun hat der SCM wichtige Punkte im harten Auftaktprogramm gesammelt. Am Sonnabend wartet mit dem HSV Hamburg bereits der nächste Topverein auf den SCM. Übrigens: 2003 gewann der SCM zuletzt in der Hansestadt. Vor dem Sieg in Flensburg gab es an der Förde den letzten Sieg – ganz genau: im Jahr 2003.

Weiterführende Links

www.scm-gladiators.de

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