Die Stadt gehört UNS.

Der SCM beendet ein erfolgreiches Halbjahr

Das letzte Spiel im Jahr 2010 ist gespielt, Zeit für eine Analyse bei den Handballern des SC Magdeburg. Der Klub ist Tabellensiebter und hat ein Punkteverhältnis von 22:16. Die Bilanz liest sich genauso toll, wie das zweite Halbjahr für die Magdeburger verlaufen ist. Beim SCM ist wieder Leben drin. Ein Geschäftsführer, der seriös arbeitet; ein Trainer, der zwar noch einiges lernen muss, aber schon jetzt mit seiner emotionalen Art mitreißt; ein Team, das als solches auch auftritt und viele Sympathien zurückgewonnen hat und die Fans, die den SCM wiederentdeckt zu scheinen haben, wie die ausverkaufte Bördelandhalle beim Sieg gegen Flensburg zeigte.
Überhaupt das Flensburg-Spiel: Was sich dort auf den Rängen der Bördelandhalle abspielte, erinnerte schon stark an früheren Zeiten. Das diese unerreicht bleiben werden, ist klar. Doch endlich scheint sich wieder etwas zu tun. Es wird wieder Stimmung gemacht in der Bördelandhalle. Von allen, nicht nur von den nimmermüden Ostmob-Supportern. Das ist das, was die Halle früher viele Gegner fürchten ließ. „Toll, wie die Fans Druck gemacht haben“, sagte Trainer Frank Carstens, „eine Gänsehaut“ hatte Rechtsaußen Robert Weber, „eine überwältigende Atmosphäre“, erlebte Torwart Dario Quenstedt. Dass dieser junge Keeper höchstwahrscheinlich gehen muss und wird („Ich sehe meine Zukunft in der ersten Liga“), ist eigentlich ein Unding.
Quenstedt steht für das neue Team, für diese Mannschaft, die endlich wieder Spaß macht. „Sensationell“, wie Weber sagt, war schon der Beginn der Saison. Der Sieg zum Auftakt in Flensburg sorgte für Erstaunen, das sich mit der Zeit immer weiter steigerte. Erfolge gegen die Rhein-Neckar Löwen und in Lemgo ließen die Fans von mehr träumen. „Wir hatten einen Auftakt nach Maß, haben die Liga überrascht“, sagt Weber. „Unser großer Trumpf war die mannschaftliche Geschlossenheit. Wir haben nicht die überragenden Einzelspieler, dafür aber viel Herz.“


Foto: Stefan Deutsch

Dass jedoch Rückschläge nicht ausbleiben würden, war allen Beteiligten klar. So verlor der SCM zu Hause gegen Balingen und in Wetzlar, verschenkte zuletzt einen Sieg in Berlin und einen Punkt in Melsungen. „Theoretisch könnten wir Fünfter oder Sechster sein“, glaubt Weber. Trainer Carstens sieht an diesen Niederlagen auch etwas Positives: die Reaktion seiner Mannschaft. „Wie sie die Enttäuschungen weggesteckt hat, ist großartig. Diese tolle Moral ist ein Markenzeichen dieses Teams.“ Jeder Spieler versuche sich für die Mannschaft weiterzuentwickeln, sagt Carstens weiter: „Diese positive Energie zeigt mir, dass wir auch in der Rückrunde gute Spiele zeigen werden.“
Schon das erste Rückrundenspiel wird zeigen, in welche Richtung sich die Magdeburger in de Rückrunde orientieren müssen: Am 8. Februar gastiert der SCM beim TV Großwallstadt, einem direkten Konkurrenten um die internationalen Plätze.

Weiterführende Links

www.scm-handball.de

Schreibe einen Kommentar