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Achtes Spiel in Folge auswärts sieglos

Der SC Magdeburg hat das Siegen in fremden Hallen verlernt. Nach dem Sieg zuletzt zu Hause gegen Düsseldorf, setzte es am Freitagabend bei der HSG Wetzlar eine 19:21 (8:8)-Niederlage. Der SCM ist somit schon seit dem 24. Oktober (30:29 in Lübbecke) ohne Sieg in der Fremde. Bei der Wetzlar-Pleite waren Robert Weber (7/3) und Yves Grafenhorst (5) die besten Magdeburger Schützen, bei der HSG zeigten sich die Nationalspieler Christophersen (9) und Salzer (7) stark.
Positiv vorm Anpfiff: Yves Graenhorst spielt nach seinem Muskelfaserriss und dem Kurzeinsatz gegen Düsseldorf zum ersten Mal wieder von Anfang an.
Doch das war es erst mal mit guten Nachrichten. Beide Mannschaften kommen vor 3277 Zuschauern in der RITTAL-Arena ganz schwierig ins Spiel. Sowohl beim SCM, als auch bei Wetzlar, sieht man zu Beginn vor allem druck- und gefahrenloses Angriffsspiel. So steht es nach elf Minuten gerade mal 2:2. Die beiden Abwehrreihen präsentieren sich hingegen in guter Form und stellen kaum überwindbare Blöcke dar. Guter Schachzug von SCM-Trainer Sven Liesegang: Nach sechs torlosen Minuten kommt der zuletzt in der Kritik stehende Stian Tönnesen für Bennet Wiegert in die Partie und sofort gelingt Dennis Krause der Treffer zum 3:2.
In der nächsten Woche soll es bei Dennis Krause übrigens eine Entscheidung im Vertragspoker geben. Ganz heiß im Gespräch: Die HSG Wetzlar. Hat Krause vielleicht nur dieses Spiel abgewartet, um keine unnötige Brisanz in die Begegnung zu bringen?
Auch Krause packt gegen Wetzlar in der Defensive hart zu, es entwickelt sich eine Abwehrschlacht bester Güte. Worunter jedoch das Spielniveau, vor allem im Angriff, stark leidet. Nach 21 Minuten reicht es Wetzlar-Coach Michael Roth, er nimmt beim Stand von 4:2 für den SCM seine Auszeit. Und siehe da: Nach 17(!) Minuten ohne Treffer gelingt Salzer vom Siebenmeterpunkt der 3:4-Anschluss (21) für die HSG. Bis zur Pause fallen die Tore für beide Mannschaften dann leichter, doch kein Team kann sich entscheidend absetzen. Zur Halbzeit steht es leistungsgerecht 8:8. Beiden Teams merkt man Nervosität und den Druck an, dieses Spiel gewinnen zu müssen. Wetzlar will sich mit einem doppelten Punktgewinn aller Abstiegssorge entledigen, SCM-Coach Sven Liesegang forderte vor Anpfiff „dass wir endlich auch auswärts den Bock umstoßen müssen.“ Doch danach sieht es Anfang der zweiten Hälfte nicht aus, als Wetzlar durch Smoler erstmals in Führung gehen kann (10:9, 34.). Die Gladiators kontern ihrerseits durch Tore von Jurecki, Weber, sowie Grafenhorst und führen in der 37. Minute 12:10. Danach wird Wetzlars Spielmacher Timo Salzer immer stärker und erzielt mit seinem bereits siebten Treffer den erneuten Ausgleich zum 14:14 (43.). In der 50. Minute sieht es ganz böse aus für den SCM: Christophersen erhöht für Wetzlar erstmals auf drei Tore Vorsprung zum 18:15. Wetzlar nun einfach frischer, agiler und mit mehr Willen zum Sieg. Wiederum Christophersen setzt noch einen drauf zum 19:15 (52.). Auch der für Gerrie Eijlers eingewechselte Jürgen Müller bekommt kaum eine Hand an den Ball. Die logische Folge: Auszeit durch Sven Liesegang! Oder besser gesagt durch Co-Trainer Oleg Kuleschow, der fast das gesamte Time-Out Anweisungen gibt.


Foto: Mathias Sichting

In der 56. Minute ist der SCM wieder dran. Müller bestätigt nun mit einigen Paraden seine gute Form, vorn trifft Grafenhorst – nur noch 19:20! Drei Minuten vor dem Ende hat Wiegert die große Chance zum Ausgleich – doch Benno verballert zu schnell aus der zweiten Welle. Zwei Minuten vor dem Ende bekommt Kabengele eine Zeitstrafe wegen Stoßens. Entscheidend! Denn direkt im Anschluss macht Christophersen das 21:19 für die HSG. Danach gibt es zwar zwei Zeitstrafen für Wetzlar, doch der SCM kann das nicht nutzen. Weber verliert den Ball und vergibt damit die letzte Chance auf einen Punktgewinn. Am Ende verliert der SCM nach desolater Angriffsleistung mit 19:21 und verpasst es, nach dem Sieg gegen Düsseldorf eine kleine Serie hinzulegen. Nach dem Spiel tanzen die Wetzlarer überglücklich auf dem Parkett, während die Magdeburger traurig und voller Enttäuschung vom Feld schleichen. Robert Weber sagte nach dem Spiel: „Wir haben sehr gut gekämpft. Zum Schluss haben wir durch Benno die Chance zum Ausgleich, die er leider nicht nutzen kann. Auch ich mache noch einen unnötigen Fehler. Wetzlar war heute routinierter, sie haben die wichtigen Tore gemacht. Das hat uns gefehlt. Wir hoffen jetzt, dass Andreas Rojewski gegen Lübbecke wieder spielen kann, denn das ist ein wichtiges Spiel, das wir unbedingt gewinnen müssen.“ Das Spiel gegen den Tabellen-10. TuS N-Lübbecke steigt am 28. März (17.45 Uhr, DSF live).

Weiterführende Links

www.scm-gladiators.de

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