42:36-Sieg, aber: Vasilakis bald weg?

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Der SC Magdeburg unterstreicht seine Top-Form. Mit 42:36 ballerte die Truppe von Trainer Michael Biegler am Freitagabend MT Melsungen aus der Bördelandhalle. Doch es war ein schweres Stück Arbeit für den SCM, der zur Halbzeit nicht über ein 20:20-Remis hinaus kam. Beste Torschützen vor 4755 Zuschauern waren Damien Kabengele (der unter der Woche um zwei Jahre verlängerte) mit 10/4 Toren, sowie Christian Sprenger mit 9/1 Toren, Yves Grafenhorst (7) und Bartosz Jurecki (6).
Bei den Gladiators fehlten mit Steffen Stiebler (an Krücken nach Knie-Op) und Christoph Theuerkauf (Infekt) zwei wichtige Stützen. Dafür waren die Youngster Tobias Rindert und Frank Grohmann im Kader. Das fehlen von Stiebler und Theuerkauf machte sich schnell bemerkbar, vor allem Urgestein „Stabbel“ fehlte in der Deckung. 0:2 liegt der SCM in der zweiten Minute hinten, die erste Führung besorgt Jurecki in der sechsten Minute zum 4:3.

Danach können sich die Magdeburger etwas absetzen. Andreas Rojewski macht in der 13. Minute die erste Drei-Tore-Führung klar (9:6). In der 19. Minute dann große Aufregung in der Bördelandhalle. Pfiffe auf den Rängen, Rudelbildung auf dem Parkett. Was ist passiert? Bei einem Siebenmeter knallt Melsungens Grieche Savas Karipidis den Ball voll ins Gesicht von SCM-Keeper Silvio Heinevetter. Eine grobe Unsporlichkeit, die jedoch vom Schiri-Brüderpaar Pritschow/Pritschow nicht bestraft wird. Zu allem Unheil kann Melsungen dann auch wieder ausgleichen (12:12, 20. Minute) und liegt eine Minute später sogar in Front. Danach nimmt der stark erboste Trainer Biegler eine Auszeit und pfeift seine Jungs so richtig zusammen. Das hilft jedoch nicht wirklich. Mehr als ein 20:20 springt bis zur Pause nicht heraus. Auch die Torhüter sorgen für keine Stabilität. Der unterdurchschinittlich haltende Heinevetter wird in der 24. Minute beim Stand von 15:15 ausgewechselt und auch Vertreter Jürgen Müller hält nix. Interessant: Bevor Biegler zur Mannschaft in die Kabine ging, wartete er zwei Minuten. Die Explosionsgefahr war wohl zu groß…Rechtsaußen Christian Sprenger: „In der ersten Halbzeit haben wir einige Dinge verschlafen. Dann wurden wir vom Trainer wach gerüttelt.“

In die zweite Halbzeit startet der SCM dann viel aggressiver. Vor allem in der Abwehr. Heinevetter kehrt ins Tor zurück, auch Dennis Krause rackert nun im Mittelblock, nachdem die Nachwuchs-Hoffnung in der ersten Halbzeit gar nicht berücksichtigt wurde. Stattdessen wechselte Biegler zwischen Kabengele, Fabian van Olphen, Jurecki und sogar Rojewski hin und her. Krause: „Ich hatte gedacht, schon in der ersten Hälfte reinzukommen. Doch in Halbzeit zwei haben wir dann besser gekämpft und gespielt.“ Dank der besseren Einstellung kann der SCM von 22:22 (33.) auf 26:22 durch van Olphen (36., Tor in Unterzahl) davon ziehen. Dennoch bleibt das Spiel spannend. Als Melsungen in der 44. MInute durch Karipidis auf 29:30 verkürzen kann, ist für die Hessen alles drin. Doch danach bricht die MT ein. Sieben Fehlwürfen in der ersten Halbzeit stehen deren 16 in der zweiten Hälfte gegenüber. Dazu Melsungens Trainer Robert Hedin: „Es gab eine Phase von zehn Minuten, in der Magdeburg durch zu viele Fehler unsererseits weggezogen ist.“ In der 47. Minute fällt die Vorentscheidung, als Krause mit seinem einzigen Tor das 34:29 erzielt.


Fotos: Mathias Sichting

Als dann auch noch Heinevetter einen Siebenmeter von Karipidis hält, ist das Spiel durch und die Halle steht Kopf. Durch Melsungens Fehler kann der SCM leichte Tore erzielen. Eines davon verwandelt Linksaußen Grafenhorst in der 56. Minute zum 40:34. Sitte beim SCM: Wer das 40. Tor macht, muss eine Kiste Bier in die Kabine stellen.
Das schönste Tor des Tages machte Jurecki, als dieser nach einem Pass von Kabengele in der 39. Minute zum 27:24 per Rückhand abschloss. Am Ende gewinnen die Gladiators mit 42:36.
Doch der Sieges-Jubel wurde auch etwas getrübt: Die Anzeichen verdichten sich immer mehr, dass Alex Vasilakis (zwei Tore gegen Melsungen) schon in Wetzlar unterschrieben haben soll. Dieser Wechsel soll jedoch erst nach Wetzlars Gastspiel in Magdeburg am 14. Dezember bekannt gegeben werden.
Ihr dürft gespannt sein…

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