Do Mai 26 20°C 20:30:41
Prinz.de  ›  Archiv  ›  Magdeburger können eine Woche lang für „Ich will mich“ strampeln

Magdeburger können eine Woche lang für „Ich will mich“ strampeln

Mit einer Radel-Aktion unterstützt die Ost-Apotheke in der Berliner Chaussee 46 das deutschlandweit einmalige Projekt des Regenbogenhauses „Ich will mich“. Pro zurückgelegtem Kilometer auf dem Ergometer spendet die Apotheke 0,50 Euro. Damit möglichst viel Geld „erradelt“ wird, hat Radfahrerlegende Täve Schur heute um 14 Uhr als die Aktion eröffnet und die ersten drei Kilometer zurückgelegt. „Ich unterstütze solche Projekte immer gern. Wenn ich mit meiner großen Leidenschaft – dem Radfahren – etwas Gutes tun kann, freut mich das“, sagt der 79-Jährige, der noch immer drei Mal die Woche privat aufs Rad steigt.
Nun sind die Magdeburger gefragt: Die ganze Woche über kann für den guten Zweck gestrampelt werden. „Wir hoffen, dass möglichst viele für unser Projekt im Sattel sitzen“, so Gerhard Ackermann, Leiter des Regenbogenhauses. Wie viele Kilometer zurückgelegt werden, das wird am Freitag, 4. Februar 2011, um 12 Uhr beim „Kassensturz“ bekannt gegeben.

Die Ost-Apotheke begeht in dieser Woche ihr 20-jähriges Bestehen mit zahlreichen Aktionen, vielen Informationen und Überraschungen. Das Team um Inhaberin Petra Isenhut hat bereits mehrfach „Ich will mich“ unterstützt. Zudem wurde die Kalender-Spendenaktion vom Vorjahr wiederholt – die Summe wird zusammen dem „Radelerlös“ übergeben.

Hintergrund:
Das Projekt „Ich will mich“, deutschlandweit einmalig, entwickelt und umgesetzt im Regenbogenhaus Magdeburg, möchte den Einsatz von Medikamenten nicht nur hinterfragen, sondern einen Schritt weiter gehen: Es möchte für die Projektteilnehmer mehr Selbstbestimmtheit erreichen und sie so zu neuen Lebensperspektiven ermutigen.
Im Mai 2009 ist „Ich will mich“ erfolgreich gestartet. Bereits vier Bewohner leben inzwischen ohne Psychopharmaka sehr gut, zwei von ihnen sind in Außenwohngruppen gezogen und haben sogar einen Job. Bei weiteren elf Projektteilnehmern werden die Psychopharmaka schrittweise reduziert.
Für die Menschen mit Behinderungen beginnt damit ein neues Leben. Und um das zu bestreiten und das Projekt mit insgesamt geplanten 25 Teilnehmern erfolgreich weiterführen zu können, benötigt das Projekt finanzielle Unterstützung.


Täve Schur strampelte für das Projekt des Regenbogenhauses „Ich will mich“ – sehr zur Freude von Einrichtungsleiter Gerhard Ackermann und Projektteilnehmer Thorsten Klotzsch.

Auf dem Rad für den guten Zweck – Täve Schur unterstützt gern das Projekt „Ich will mich“, an dem Hans-Joachim Schmidt im Regenbogenhaus teilnimmt. Rechts: Einrichtungsleiter Gerhard Ackermann.

Fotos: Täve

Weiterführende Links

www.psw-behindertenhilfe.de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Loading