EIN HOCH AUFS BAYRISCHE BIERBIOTOP
Sie heißen Down Town, Hexenstub’n, Pilsbar oder Schau Ma Moi, verstecken sich in den verwinkelten Gassen Giesings und sind dem Tode geweiht: Das gemeine Bierstüberl, auch Boazn genannt, passt manchen nicht mehr ins Bild des modernen München. Doch was für die einen ein Schandfleck, ist für Max Bildhauer ein Stück Heimat: Mit seinem Kneipenführer „Munich Boazn“ (Volk Verlag) setzt der Untergiesinger ein großartiges und formvollendetes Zeichen gegen das Schreckgespenst der Gentrifizierung.

FILMREIF
Es müssen nicht immer Laden und Club sein: Noch bis Ende August verwandelt sich bei „Fashion-Popup-Bar & Club“ der Kinosaal des Filmcasinos jeden Samstag ab 21 Uhr in einen Showroom. Zwischen Vintage-Möbeln und Modestücken darf hemmungslos geshoppt und gefeiert werden. SERVUS, SCHEE WAR’S Die Fraunhofer Schoppenstube hat die Mietkündigung zum Jahresende erhalten. Ohne Worte …

OHRENSCHMAUS
Die Hauskonzerte, Münchens feinste Akustik-Sessions: Ob in Wohnzimmern, Kellergewölben oder Waschsalons – jedes geheime Hauskonzert ist anders. Da den Machern Stefan Zinsbacher und Tobias Tzschaschel der intime Charakter der Veranstaltung eine Herzensangelegenheit ist, kündigen sie die Gigs meist erst am Tag selbst über facebook.com/hauskonzerte oder per SMS an.

DON’T BELIEVE THE HYPE?
Frozen Yogurt und Bubble Tea und kein Ende. Da gibt es dann sogar Floskel-Alarm: Die Stores sprießen wie Pilze aus dem Boden. Einen neuen Hype-Tempel gibt’s jetzt in der Sendlinger Straße.

GEHT GUT!
Laut Modewoche Berlin für Mädels schwer angesagt: semitransparente bodenlange Röcke, kombiniert mit alten oder auf alt getrimmten T-Shirts.

Die Mode wird immer grüner – und damit ist nicht die Farbe gemeint, sondern nachhaltige Produktion und hautschmeichelnde Bio-Stoffe. „Grüne Mode“ gibt’s in München z. B. bei Glore (Baaderstr. 55), Iki M. (Fraunhoferstr. 8) und Room to Roam (Johannisplatz 21).

GEHT NICHT!
Immer noch über Leute lästern, die im Sommer Beanie tragen. Schon mal nach Jamaika oder Afrika geschaut? Dort trägt man traditionell seit Jahrzehnten Wollmützen – und das bei weitaus höheren Temperaturen als hierzulande.

Gerade gesehen in der Schlange vor Ida’s Milchladen am Sendlinger Tor: Leggins über Socken getragen – und dann hatte eine Socke auch noch Tiefgang! Brrrr!