Du warst jahrelang Türsteher im P1 und hast nun deine Erlebnisse niedergeschrieben. Hast du den Titel deines Buches „Du kommst hier nicht rein!“ von Comedian Kaya Yanar geklaut, der dieses Sprüchlein ja geprägt hat?
Nein, auf Kaya Yanar hab ich keinen Bezug genommen. Den hatte ich gar nicht auf dem Schirm, obwohl er tatsächlich schon mal in meiner Bar Lehel war.

Wie war denn die bisherige Resonanz auf dein Buch? Fühlen sich einzelne Personen durch deine Storys über Sex, Drogen und Prügeleien auf den Schlips getreten?
Die Verkaufszahlen sind schon mal toll. Ansonsten hab ich über die „Bild“ erfahren, dass Franz Rauch, einer der P1-Gesellschafter, sich anfangs etwas kritisch geäußert hat. Aber aus meiner Sicht ist das Buch eigentlich eine Hommage ans P1. Es gibt also keinen Zwist zwischen uns.

Ende Juni fand ja die große Buchvorstellung im P1 statt. Waren alle Menschen, die dir wichtig sind, vor Ort oder hast du jemanden vermisst?
Mich hat’s sehr gefreut, dass alte Wegbegleiter wie Wolfgang Fierek und Natascha Ochsenknecht da waren. Und dann kam auch noch mein alter Freund Helmut Geier, besser bekannt als DJ Hell. Er hat mich gefragt, ob er zwischendurch eine Stunde auflegen soll. Das hat er von sich aus gemacht und keinen Cent dafür genommen.

Musstest du eigentlich Überzeugungsarbeit leisten, um das P1 als Schauplatz der Präsentation zu bekommen?
Nein, wir haben uns ganz schnell geeinigt. Das P1 war der Wunsch des Heyne Verlags. Und mit 700 Gästen unter der Woche waren dann auch alle Beteiligten happy.

Mit Oliver Kahns Ex-Freundin Verena Kerth hattest du bei der Party ja eine kongeniale Moderatorin an deiner Seite. Wie ist dein Verhältnis zu ihr und was sagst du zu ihrem Werdegang?
Wir sind gut befreundet. Ich habe sie gebeten, die Moderation zu übernehmen. Sie hat das auch wirklich gut gemacht. Sie ist inzwischen vom Straßenmädchen zur Dame gereift.

Hat sie bzw. Oliver Kahn dich eigentlich explizit gebeten, ihre im P1 begonnene Lovestory in deinem Buch eher außen vor zu lassen?
Das war meine eigene Intention, die beiden haben nichts mit dieser Entscheidung zu tun.

Ging’s dir eigentlich selber in einer fremden Stadt schon einmal so, dass du an der Tür gescheitert bist? Öfter, in Paris und in Barcelona, oder im Limelight in New York. Zugegeben, das sitzt dann schon ganz schön tief, wenn du abgewiesen wirst.

Heute bist du mit dem Bar-Restaurant Lehel erfolgreich, das du zusammen mit Axel Lutz betreibst. Würdest du rückblickend sagen, das war die richtige Richtung, in die du gegangen bist?
Absolut, das war die richtige Entscheidung zum richtigen Zeitpunkt. Und ich bin froh, dass ich mit Axel Lutz einen sehr kompetenten Gastronomiepartner an meiner Seite habe. Ich würde höchstens den Essens-Schwerpunkt überdenken, wenn ich’s noch mal machen würde. Wobei wir aktuell mit Jan Rubbenstroth, der früher beim Käfer-Partyservice und bei Schuhbeck war, einen sehr guten Koch haben.

Das Gespräch führte Alex Wulkow