Die Volksküche ist ein Restaurant in der Münchner Maxvorstadt mit ca. 20 großen, bunt lackierten Tischen für jeweils sechs bis acht Personen im sehr länglichen Innenbereich und vielen weiteren Sitzmöglichkeiten im Freien vor dem Lokal. Die Frontseite des Lokals mit Blick auf den Innenhof ist komplett verglast und so strömt viel Tageslicht in das sehr einfach - einer Kantine ähnelnden - eingerichtete Restaurant. 


Der Service in der Volksküche lässt keine Wünsche offen. Wir wurden freundlich empfangen, die Speisekarten lagen bereits auf dem, von uns frei wählbarem, Tisch und wir wurden direkt nach dem Platznehmen freundlich gefragt, was wir trinken und essen möchten. Die Wartezeit für die bestellten Getränke (Hugo - leider geschmacklich nicht so toll, da sehr wenig Holundersirup zugegeben wurde) war vollkommen in Ordnung, auf die Hauptgerichte mussten wir über 25 Minuten warten. Wenn ihr also in Eile seid eventuell bei der Bestellung dazu sagen, dass ihr weniger Zeit habt.


Die Tische stehen recht weit auseinander und eng ist es somit auf keinen Fall. Insgesamt haben wir uns - trotz der Mensa-Stimmung durch die Innenausstattung - nicht unwohl gefühlt. Direkt gegenüber des Eingangs befindet sich außerdem eine lange Bar. Im Laufe des Abends waren immer mehr Tische besetzt - sicherlich auch von Theatergästen -, draußen waren zeitweise sogar alle Tische besetzt.

Die Karte - in Form eines kleinen Klemmbrettchens mit eingeklemmten DIN A5 Zettelchen - ist nicht all zu umfangreich, bietet aber eine gute Mischung an. Am auffälligsten: Das Niveau der Karte und des Essens passte definitiv nicht zur Ausstattung und wir waren sehr überrascht, welch ausgezeichnetes Essen uns serviert wurde. Von gebratenen Jakobsmuscheln auf Selleriepurée und Wildkräutersalat (für 13,90€) über Kartoffel-Birnen-Gratin mit Salat (für 8,70 €) oder auch Merguez-Lamm mit Gemüse-Couscous (für 11,90 €) - die Speisekarte der Volksküche hat etwas zu bieten. Wir entschieden uns für Dorade auf Süßkartoffelpurée mit Gemüse der Saison (für 17,80€) und Coq au Vin mit Karotten-Kartoffel-Purée (für 14,80 €). Als die Speisen - gleichzeitig - serviert wurden, waren wir wie erwähnt schon von der Optik allein überrascht, da wir eben eher Essen angemessen an ein recht einfaches Restaurant erwarteten  - dies aber nicht der Fall war. Meine Dorade war vorzüglich und gebettet auf dem Süßkartoffelpurée einfach sehr köstlich und geschmacklich in dieser Kombination auch sehr außergewöhnlich. Auch das Gemüse hatte noch genug Biss und war mengentechnisch voll in Ordnung. Das Fleisch meiner Begleitung war ebenfalls genug und sehr köstlich. Super Konsistenz, weder zäh noch langweilig. Eine ziemlich schwere Bratensoße, sehr köstliches Purée und knackiges Gemüse.


Als Dessert gibt es beispielsweise Mousse au chocolat noir für 4.60€ Crème brûlée für 4.30€ oder eine französische Käseplatte mit Feigensenf, Salzbutter und Baguette für die weniger Süßen unter Euch für 12.40€. Postitiv anzumerken sind definitiv auch die niedrigen Getränkepreise. Eine 0,3 l Saftschorle kostet z.B. nur 1,80€. Allgemein sind die Getränke ausgesprochen günstig. Wir bezahlten für zwei Hauptgerichte und zwei Hugo zu je 4,20 € 45 €, gaben jedoch auch vier € Trinkgeld. 


Probiert es am besten aus und lasst es Euch schmecken! Die Volksküche ist auf jeden Fall einen Besuch wert, wenn Ambiente und Wohlfühl-Atmosphäre bei Euch nicht unbedingt groß geschrieben sind.

 

Bewertung: 4/5 (4 von 5 möglichen Sternen)


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