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Gastro-Test: Bamyan Narges

­Das Bamyan Narges ist ein Restaurant, welches zum Lokal des Jahres 2014 für afghanische Küche gewählt wurde. Wir haben es für Euch getestet.
 
 



Das Bamyan Narges ist ein Restaurant, welches sich spezialisiert hat auf die afghanische Küche und seit gut zwei Jahren geöffnet ist. Das Restaurant liegt in der Hans-Sachs-Straße, unweit entfernt von der U-Bahnstation Fraunhoferstraße in München. Die Anfahrt ist also mit den öffentlichen Verkehrsmitteln sehr unkompliziert, doch auch falls ihr lieber mit dem Auto anreist, findet ihr nach ca. 5-10 Minuten sicherlich auch einen Lücke zum Parken. 

Im Bamyan Narges wird ausschließlich traditionelle, afghanische Küche angeboten – was auch direkt nach dem Eintreten durch die komplette Inneneinrichtung des Restaurants ausgestrahlt wird und sofort an dem orientalischen Ambiente erkennbar ist: Rote Wände, goldene Ornamente und Lampen, gepolsterter Sitzbereich an der Fensterfront des Restaurants – raumhohe Fenster – eine kleine, dunkle Bar mit dunklen, einfachen Barhockern mitten im Restaurant, welche mit orientalischen Lampen über dem Tresen geschmückt ist, ein Bild mit großen, verschleierten Augen über der Tür und ein insgesamt sehr stimmiges Gesamtkonzept. Direkt nach dem Eintreten wurden wir von einer freundlichen Dame an unseren Tisch direkt am Fenster gebracht. Das Restaurant bietet mit ca. 10-15 unterschiedlich großen bzw. zusammengeschobenen Tischen ausreichend Platz für verschiedenste Gruppen. Neben uns saß ein Pärchen, ein Tisch weiter eine 8er-Gruppe Frauen, schräg dahinter ein älteres Paar und im etwas abgetrennten, höher gelegenen Restaurantbereich einige Menschen mit Papierhütchen, welche offensichtlich gerade einen Geburtstag feierten.


Die Begrüßung, sowie der Service war die ganze Zeit über perfekt. Leider wurde mir untersagt Fotos zu machen, so können wir Euch von der Inneneinrichtung leider keine Fotos zeigen. Wir wurden schnell und freundlich bedient, die umfangreichen Speisekarten wurden uns umgehend, als wir Platz genommen hatten, vorgelegt. Die freundliche, afghanische Bedienung half uns mit Erklärungen zu den einzelnen Gerichten leichter eine Auswahl zu treffen. Wir entschieden uns so dann für zwei unterschiedliche Hauptgerichte. Meine Begleitung wählte als Hauptgericht Borani Torai – Reis mit Hänchenfleisch, Linsen, Karottenstreifen, Rosinen, etc. für 12,50€. Ich entschied mich für Quabelli Palau –  braun gebackener Basmatireis mit Rosinen, Pistazien, Mandeln und Karottenstreifen mit Beilage nach meiner Wahl für 15,50€. Ich bekam leider ein anderes Essen serviert, bemerkte dies aber erst nach der Bestellung und aß die mir servierten Zucchini mit Tomatensoße und weißem Joghurt-Dip. Das Essen schmeckte soweit ganz gut, war aber geschmacklich kein wirkliches Highlight. Was recht köstlich war, war das zuvor bestellte und an den Tisch gebrachte Nan-e Afghani, ein afghanisches Naanbrot für 2,50€. Dieses tauchten wir in die zwei Töpfchen mit pikanten Soßen – einmal mit Chilli-Koriander und einmal etwas Pflaumiges – eine eher süßsaure Soße. Mein Gericht war ziemlich einfach und unkompliziert zubereitet. Die Zucchini war in Ordnung, kombiniert mit etwas zu wenig weißem Joghurt Dip und zu viel Tomatensoße. Wir wischten am Schluss die übrig gebliebene Soße noch mit dem restlichen, noch warmen Brot auf. Bis die Hauptgerichte serviert wurden, mussten wir eine Weile warten. Insgesamt hilt sich die Wartezeit jedoch in Grenzen, bis unsere Hauptspeisen gleichzeit, frisch und heiß serviert wurden. 

Nach dem Verzehr der Hauptgerichte wurden wir gefragt ob es uns geschmeckt hat, ob wir noch ein Dessert verzehren möchten und noch Wünsche offen sind. Als Dessert gibt es auf der Karte Ferni – ein Cremedessert mit Mandeln, Pistazien und Kardamom für 2,50€. Wenn Euch unsere gewählten Gerichte nicht zu sagen, habt ihr die Wahl zwischen zahlreichen anderen Speisen, wie z.B. sehr viele unterschiedliche Lammgerichte in den verschiedensten Varianten: Zart gekocht, gegart, scharf gewürzt, mit Mango, Limetten und Gemüse, oder zarte Lammfleischstücke mit gebratenen Auberginen, Tomaten, Zwiebeln und Paprika (für 9,90€). Genauso gibt es aber beispielsweise auch gebratenes Fischfilet mit Koriander-Safransauce und gemischtem Salat für 8,50€. Außerdem könnt ihr zwischen einer Menge unterschiedlicher, kalter und warmer Vorspeisen (zwischen 6,90€ und 15,90€ für bspw. verschiedenes Gemüse im Gewürzteig gebacken mit Kräuterquarksoße bis hin zur gemischten Vorspeisenplatte für zwei Personen), Suppen (Linsensuppe mit Kichererbsen für 5,90€ und Lammsuppe mit Koriander für 7,50€) und zahlreichen, unterschiedlichen vegetarischen Gerichten wählen. Die Preise sind insgesamt angemessen und nicht zu hoch. Beispielsweise kostet Naregi Palau – gebratener Safranreis mit Streifen von Bitterorangenschale, süß-pikanten Mandeln und Pistazien, sowie eine Beilage nach Wahl 14,90€ oder Sammarod Palau – Spinat mit Basmatireis gemischt und im Ofen gegart – 11,50€.

Eine Mittagskarte wird ebenfalls angeboten. Diese gilt für Montag bis Freitag (12-14.30 Uhr) und umfasst jeweils eine Tagessuppe und unterschiedliche Hauptgerichte zwischen 6,90€ (für Dall Taschalau – gelbe Linsen mit Knoblauch, Ingwer und frischem Koriander mit Basmati-Safranreis) und 9,50€ (für Dampocht – Hänchenschenkel mit Safran-Toamten und Zwiebelsauce mit Basmati-Safranreis). 

Abschließend lässt sich sagen, dass das Bamyan Narges ein ausgesprochen gastfreundliches Restaurant mit sehr herzlichem Service und gutem Personal ist. Der Service ist auf zack und das Ambiente lädt zum Wohlfühlen und gemütlichen Entspannen ein. Das Preis-/Leistungsverhältnis ist in Ordnung. Sicherlich müsst ihr offen für Neues und eher soßige und würzige Gerichte sein. Wir würden Euch einen Abstecher ins Bamyan Narges auf jeden Fall empfehlen um abzutauchen in die kleine orientalische Welt mitten in der Münchner Isarvorstadt.  

Bewertung: 4/5 (4 von 5 möglichen Sternen)

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