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Neu entdeckt: Restaurant Salzkruste in Schwabing

„Geschmack beginnt bereits mit der richtigen Auswahl“ lautet das Motto des neu eröffneten Gastronomiebetriebs Salzkruste in München.



Kürzlich waren wir für Euch zum Testen im Restaurant Salzkruste in Schwabing unterwegs. Hier hatten wir die Möglichkeit köstliche Gerichte – jeweils von unterschiedlichsten Gourmet-Salzen begleitet – zu genießen. Doch beginnen wir von vorne: Das Restaurant Salzkruste in der Georgenstraße hat erst vor Kurzem seine Pforten geöffnet, nachdem Ende Mai diesen Jahres „Das Lokal” in selbigen Räumen seinen Betrieb beendete. Die Einrichtung des Vorgängers wurde nahezu komplett übernommen und die Nachfolger verpassten dem Restaurant – entsprechend ihrem Konzept – neues „Facelift“: So überzeugen die Räumlichkeiten des Restaurants Salzkruste mit einem neuen Farb- und Lichtkonzept, neuer Barbestuhlung, einer gemütlichem Lounge im hinteren Bereich, sowie einer neuen Gestaltung des Schaufensterbereiches und des Eingangs.


Schon bei unserer Ankunft konnten wir den bezeichnenden Spruch im Schaufenster lesen: “Der Mensch kann ohne Gold, aber nicht ohne Salz leben”. Für den Beweis dieser These sorgen Inhaber Marco Toteda – gelernter Restaurantfachmann– und Manuel Gros – Küchenchef und Somelier – auf ganzer Linie. Das Thema „Salz“ wird hier neu interpretiert und in Form von umfangreichen Salzempfehlungen direkt am Tisch des Gastes umgesetzt. Die mediterran angehauchten Gerichte werden nach den individuellen Wünschen des Gastes gewürzt und der Service- und Beratungsgedanke stehen ganz klar im Vordergrund. 

Wir bekamen einen gemütlichen Zweiertisch im Außenbereich des Restaurants und fühlten uns zu erst etwas eingeengt, da die Tische sehr nah beieinander stehen und leicht das Gefühl aufkommt, der Nachbar isst vom eignen Teller mit. Nach einer Weile fühlten wir uns dann aber doch recht wohl, genossen die gemütliche Atmosphäre, den Kerzenschein der schicken Teelichthalter auf den Holztischen und den aufmerksamen und freundlichen Service. Unsere gewählten Gerichte waren frisch zubereitet, ansehnlich angerichtet und die Zutaten wurden nahezu ausschließlich regional bezogen oder in Eigenproduktion hergestellt. So werden z.B. Sirups für die Aperitifs, die Pasta, Brote und Kuchen, sowie das Eis in eigener Produktion hergestellt. Leider wurde uns die selbstproduzierte Pasta an diesem Abend zum Verhängnis und wir mussten – wegen „Pastastau“ – über eine Stunde auf unsere Hauptgerichte warten, nach dem wir die köstliche Vorspeise (Büffelmozarella auf Antipastigemüse und Pestoeis für knackige 10,50€) genossen. Zugegeben: Als wir den ersten Bissen von den leckeren Linguine mit Bärlauchpesto, Rucola und Pinienkernen (für angemessene 9,50€) genossen, war das lange Warten so gut wie vergessen. Die Vorspeise fiel portionstechnisch etwas kleiner aus, was aber vollkommen in Ordnung war, als wir die sehr fair portionierten Hauptgerichte gleichzeitig serviert bekamen. Neben den Linguine entschieden wir uns außerdem für das Duett vom Wildlachs und Risoleekartoffeln und Gartengemüse (für 19,50€) – ein wahres Gedicht! Zwar war der Wildlachs, ein frischer Heilbutt, was uns aber vorab angekündigt wurde, aber dennoch war das Gericht ausgezeichnet. Das Gemüse knackig, die Kartoffeln auf den Punkt gekocht und der Fisch hauchzart. Spätestens nach dem gelungenem kulinarischen Abschluss mit Schokoladenkuchen auf marinierten Erdbeeren (für 6,50€) und den köstlichen Kaffeegetränken waren wir vollkommen zufrieden und glücklich.

Die Speisekarte bietet ansonsten eine sehr umfangreiche Mischung an, überzeugt für diverse Fisch- und Fleischkreationen für zwei Personen, wie z.B. mit dem „Catch of the day“ in einer Meersalzkruste gegart mit Gartengemüse und Kartoffeln (für 22,50€ pro Person). Die Gäste am Nachbartisch bestellten dieses Gericht und die freundliche Servicedame entfernte mit geschickten Griffen direkt vor den Gästen, die dicke, sehr feste Salzkruste – ein tolles, zusätzliches Erlebnis für den Gast. Insgesamt sind die Preise im Restaurant Salzkruste ausgesprochen angemessen und fair. Der freundliche Inhaber Marco Toteda erklärte uns, dass die etwas längeren Wartezeiten auch dadurch entstehen, weil immer mehr Gäste Fleisch- und Fischkreationen genießen möchten. Die Bestellungen führen zu Stau in der Küche. Doch wie erwähnt: Das Warten lohnt sich und das Ambiente versüßte uns die Wartezeit erheblich. 

Außerdem bietet das Restaurant drei laufende, wechselnde Mittagsmenüs ab 7,50€ an: Pasta, Risotto oder Fisch/Fleisch mit Salat, Suppe oder Tagesbeilage. Die reguläre Abendkarte wird in gewissen Abständen verändert und wöchentlich durch die jeweiligen Saisonprodukte ergänzt. Solltet ihr Veganer oder Vegetarier sein – keine Sorge – auch an Euch wird bei der Zusammenstellung der Karte gedacht.  Im Inneren des Lokals finden ca. 45 Personen Platz, im überzeugenden Außenbereich sind etwa 30 Plätze geboten

Wir können Euch einen Besuch im Restaurant Salzkruste auf jeden Fall empfehlen. Abgesehen von der zu langen Wartezeit gibt es nicht zu beanstanden und auch dieses Problem wollen die Inhaber bald beseitigt wissen. Ihr könnt Euch auf einen wundervollen Abend in schickem Ambiente mit ausgesprochen frischen Gerichten, tollen Weinen und leckeren Desserts freuen. Wir empfehlen Euch übrigens unbedingt den tollen Aperitif mit frischem Erdbeersirup, welcher ein frisch-spritziger Start in unseren gelungenen Abend war. Hier fühlt ihr Euch sicher genauso wohl wie wir. Vergesst nicht zu reservieren!

Alle weiteren Restaurants in München findet ihr im PRINZ Locationguide. Für weitere umfangreiche Restaurant-Tipps in München könnt ihr außerdem auf „Bianca´s Blog“ vorbeischauen und Fan werden.