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Neu entdeckt: Lackiererei – Kultareal in Haidhausen

Kultur, Kultur, Kultur – das Motto der Lackiererei, welche ab 08.10.2014 die Pforten für alle kulturbegeisterten Münchner eröffnet. PRINZ hat sich umgeschaut.



In München gibt es immer weniger Flächen, an denen sich Künstler und Kulturfreunde zeigen, präsentieren und ausleben können. Das hat nun ein Ende! In der Münchner Kirchenstraße in Haidhausen eröffnet am 08.10.2014 Münchens erstes auf ca. 1.200 m2 Fläche verteilte Kultareal für Musiker, Künstler, Aussteller, Sänger, Schauspieler, Kulturfreunde und Freigeister. Die Quadratmeter verteilen sich auf die bis Anfang Juni 2014 an eine KfZ-Werkstatt und -Lackiererei vermieteten Räumlichkeiten. Wir waren für euch vor Ort und haben uns die – momentan noch nicht komplett fertigen, unterschiedlichen Räume in der Lackiererei näher angesehen.

In der hier entstehenden Lackiererei stehen Kultur, Kunst, Konzerte und Alles, was damit in Verbindung steht im Vordergrund. Markus Czipzirsch (40), Geschäftsführer der Münchner Kulturmeierei und Initiator des Projektes steht mit seinem drei-köpfigen Projekt-Team und seinen vier Angestellten fest hinter dem Projekt und treibt dieses seit seiner persönlichen Entscheidung Münchens erstes “Kulturhaus” umzusetzen, kräftig voran. Es wird immer noch nach weiteren Künstler, Austellern & Co für die einzelnen Räume gesucht. “Ich wünsche mir einen Ort zu schaffen, an dem sich alle möglichen Künstler begegnen und zusammen Kunst schaffen können.”, so Czipzirsch.

So hat hier jeder Künstler, der sein Handwerk versteht und Freude am Miteinander hat, gerne zurückgibt und Kunst schafft, die Möglichkeit in der Lackiererei seinen Platz zu finden. Die Räume stehen sowohl für Musiker, Bildhauer, Maler oder auch Schauspieler zur Verfügung und bieten die ideale Fläche für Konzerte, Ausstellungen, Privatfeiern oder auch Videodrehs. So sollen die Räume der Lackiererei einen Ort der Begegnung, an dem sich Münchens Kultur- und Kunstszene in seiner gesamten Palette einen Platz zur Kommunikation und zum Austausch schafft, darstellen.

Der vorderste und zugleich größte Raum (für bis zu 250 Personen) war bei unserer Begehung fast schon fertig gestaltet. Einige Graffitigemälde und kunstvolle Zeichnungen an den Wänden, einfache Neon-Lampen an den Decken und viel Platz bilden die Grundlage. Und genauso individuell, einfach und wandelbar soll der Raum bzw. alle Räume auch bleiben. Genauso wie der zweite, an den vorderen Raum angrenzende Veranstaltungsraum, der Lackiererei mit kultigem Gitterboden. Hier wurden einst die Fahrzeuge lackiert – nun sollen hier künftig Kunst und Musik ein Zuhause finden. “Die Künstler, Musiker und Kultur-Aussteller sollen in der geschaffenen Lackiererei für ihr Event bzw. ihre Ausstellung angemieteten Räume alles ganz so gestalten können, wie es individuell notwendig ist, um ihre Kunst so darstellen zu können, wie es ihnen am liebsten ist.”, so Markus Czipzirsch bei unserer Führung durch das Gebäude.

Neben dem Herzstück, dem großen Veranstaltungsraum, sowie dem zweiten, kleineren Veranstaltungsraum gibt es noch zwei Ateliers für jeweils drei bis vier Künstler, einige Büroplätze für kreative Unternehmen oder Fotoateliers, einen kleinen Raum für Pressetermine oder auch Akustikkonzerte und vier Bandprobenräume.

Zu dem neuen Kultareal gehört auch ein gerade entstehendes Café mit Ausstellungsflächen, welches im Innenhof des Gebäudes angesiedelt wird und als Tagescafé für Anwohner, Mitarbeiter und natürlich Künster und Austeller umgesetzt wird. M. Czipzirsch erwähnte, dass schon jetzt zahlreiche Anwohner vorfreudig und positiv gestimmt bzgl. des anstehenden Projektes und des entstehenden Cafés auf ihn zugekommen wären. Der Innenhof wird in erster Linie für das genannte Café genutzt, zu welchem auch Plätze im Freien gehören. Vom Innenhof sind auch weitere Räume für Kunstateliers verfügbar. Von hieraus sind auch die im Keller befindlichen und ebenfalls extra für die Lackiererei geschaffenen Bandproberäume zugänglich.

Auch Münchens Kulturreferate waren schon vor Ort, begutachteten die Räume und sprachen ihre Verwunderung aus, dass sich Immobilieneigentümer gegen eine Sanierung und teure Vermietung entschieden und hoben somit den Daumen für die Entstehung eines Kultur-Areals mitten in Haidhausen. Eine dauerhafte Förderung des Projektes ist durch das Kulturreferat nicht möglich, Künstler können jedoch eine Atelierförderung beantragen und die Stadt hilft mit Unterstützung der technischen Infrastruktur aus. Reich wird man mit dem Anbieten dieser Art von Kultur laut Inhaber Marksu Czipzirsch nicht. Darum werden die Räumlichkeiten zusätzlich auch für Firmen-Events und Produktpräsentationen vermietet.

Im Oktober wird es ein kleines Soft-Opening des Kultur-Areals geben und kleine, einzelne Veranstaltungen werden stattfinden. So wird die erste Ausstellung von Holzbildhauern ausgeführt werden, gefolgt von einer interessanten Fotoausstellung. Auch ein kleines Konzert ist geplant. Und auch für ein ruhiges Verlassen der Kultareal-Besucher z.B. nach Konzertende ist gesorgt. Nicht nur durch den Einzug mit dem eigenen Büroräumen in die Lackiererei wollen die Betreiber einen dauerhaft guten Kontakt zu den Anwohnern schaffen, sondern auch durch Ermahnung zur Ruhe der verlassenden Gäste. Wir können euch nur empfehlen bei der offiziellen Eröffnung vorbei zu schauen und euch einen Eindruck zu verschaffen.

Alle Infos zur Eröffnung und zu den Möglichkeiten bekommt ihr hier.


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