3 °C Mo, 18. November 2019 Uhr
Prinz.de  ›  Regional  ›  6 Dinge, die Du als Münchner Home-Office-Selbstständiger brauchst

6 Dinge, die Du als Münchner Home-Office-Selbstständiger brauchst

Home-Office macht verdammt viel Spaß. Und wenn man das Ganze auch noch mit Selbstständigkeit verknüpft, wird daraus eine Tätigkeit, die für nicht wenige den Gipfel des beruflichen Fun-Factors darstellt. Aber wenn du im Münchner Großstadtdschungel auf diese Weise überleben willst, musst du einiges beachten. Was, das haben wir dir auf den folgenden Zeilen zusammengestellt. 



Home-Office macht verdammt viel Spaß. Und wenn man das Ganze auch noch mit Selbstständigkeit verknüpft, wird daraus eine Tätigkeit, die für nicht wenige den Gipfel des beruflichen Fun-Factors darstellt. 

Aber wenn du im Münchner Großstadtdschungel auf diese Weise überleben willst, musst du einiges beachten. Was, das haben wir dir auf den folgenden Zeilen zusammengestellt: 

1. Grünes Licht vom Vermieter

Für deine Selbstständigkeit von zuhause brauchst du nur das Notebook und du glaubst, daher könnte es deinem Vermieter hupe sein, was du machst? Leider ganz falsch. 

Denn hier bewegst du dich bereits auf mietrechtlich dünnem Eis. Als du den Mietvertrag abgeschlossen hast, hast du eingewilligt, die Wohnung, salopp formuliert, nur zum Wohnen zu nutzen.

Wenn du darin nun nicht nur generell einer Erwerbsarbeit nachgehst, sondern auch noch ein Unternehmen betreibst, brichst du den Vertrag schon zweimal – und dein Vermieter hätte alle rechtliche Handhabe, um dir das Leben sauer zu machen. Das hat sogar der Bundesgerichtshof in einem Urteil vor zehn Jahren bestätigt:

Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass der Vermieter einer Wohnung geschäftliche Aktivitäten seines Mieters freiberuflicher oder gewerblicher Art, die nach außen hin in Erscheinung treten, mangels entsprechender Vereinbarung – auch ohne ausdrücklichen Vorbehalt – nicht in der Wohnung dulden muss.

Bedeutet für dich: Bevor du loslegst (bitte nicht vor vollendete Tatsachen stellen), verfasse einen Brief an deinen Vermieter. Darin erklärst du ihm, was du vorhast und unterstreichst, dass es sich um reine Computerarbeit handelt und dass deine Wohnung dadurch nicht zum Ziel von Laufkundschaft wird. 

2. Die Coworking-Space-Adressen

Wenn dein Vermieter das verneint, musst du es akzeptieren – sonst kann er dich abmahnen und sogar rauswerfen. Auf jeden Fall dann, aber auch, wenn du sein OK bekommen hast, solltest du dich nach Coworking Spaces umschauen. 

Nicht nur ob der reinen Räumlichkeit. Nein, sondern, weil du in diesen Zentren das bekommst, woran es dir zuhause schnell mangeln wird: Zwischenmenschlicher Kontakt. Hier kannst du mal quatschen, kannst dich über berufliche Dinge austauschen. Tut nicht nur gut, sondern gibt auch oft genug frischen Input. 

Insgesamt hats im Münchner Stadtbereich über 30 Coworking Spaces. Setz dir bei Maps einen Marker, damit du sie schnell finden kannst. Und am besten richte dir auch einen Terminkalender ein, damit du dort regelmäßig vorbeischaust.

3. Rüstzeug für den Steuerfight

Deroystraße 12, diese Adresse musst du dir als Selbstständiger merken – dahinter verbirgt sich das Finanzamt München. 

Allerdings musst du nicht nur die dort für dich zuständigen Ansprechpartner kennen. Praktisch ist das Steuerwesen für Selbstständige, selbst wenn man von zuhause arbeitet, reichlich kompliziert. Umso wichtiger, dass du auch weitere Tools besitzt:

Und zusätzlich empfehlen wir, dir einen Steuerberater zu suchen, der sich auf Selbstständige bzw. Freiberufler spezialisiert hat. 

4. Einen festen Arbeitsplatz zuhause

Dein Vermieter ist d’accord, die ersten Kunden sind da, deine selbstständige Zukunft sieht rosig aus. Allerdings kannst du dir alles durch ein Detail kaputtmachen: Du arbeitest in deiner Wohnung da, wo du gerade Lust hast. 

Ist das nicht die Quintessenz von Home-Office? Da zu arbeiten, wo man gerade Lust hat? Jein. Denn obwohl natürlich klar ist, dass dir ein heimisches Büro viele Freiheiten liefert, solltest du immer deine Work-Life-Balance im Blick behalten.

Denk die Sache mal durch: Du wechselst mit deinem Laptop vom Wohn- ins Schlafzimmer, dann mal an den Küchentisch. Wie soll dein Gehirn noch in der Lage sein, einen Unterschied zwischen Zonen zu machen, in denen es Leistung liefern muss und denen, in denen es ausschalten kann?

Tatsächlich verbirgt sich hinter diesem Bäumchen-wechsel-dich eine große Gefahr für den dauerhaften Erfolg, weil dein Gehirn irgendwann im Dauer-Alarm-Modus fährt – denn jeder Ort zuhause ist für es gleichbedeutend mit Arbeit. 

Daher solltest du versuchen, einen festen Arbeitsplatz einzurichten. Klar, optimal wäre ein (egal wie kleines) Zimmer, das du nur zum Arbeiten betrittst. Wenn das in deiner Münchner Bude nicht geht, solltest du wenigstens eine Ecke zum Office erklären – und alles so ausrichten, dass du dabei nicht in den Rest deiner Wohnung schaust. 

5. Einen Klingelschalter

Natürlich wirst du im Freundeskreis darüber sprechen, dass deine beruflichen Zelte in deiner Wohnung stehen und kein Chef dir mehr irgendwas vorschreiben wird. Doch so verständlich die Freude darüber ist, sie wird für einen dicken Nachteil sorgen:

Denn ganz gleich, wie entfernt deine Wohnung auch von Münchens Verkehrsadern, Cafés und Einkaufsstraßen liegt, sie kann nicht weit genug weg liegen, damit nicht trotzdem überraschend Leute bei dir vorbeischneien.

Du wohnst an der Freisinger Landstraße und einer deiner Freunde ist in der Heidemannstraße beim Bäcker? Jep, danach wird er Hallo sagen kommen. 

Die Erfahrung zeigt, man kann es seinen Kumpels noch so sehr erklären, dass auch Home-Office bedeutet, dass man nicht beliebig Zeit für KKK – Kippe, Kaffee, Klatsch – hat. Sie werden sich dennoch nie daranhalten.

Unser Tipp lautet daher: Elektriker rufen, in der Wohnung vor die Türklingel einen Kippschalter installieren lassen. Ein Fingerschnipp und man hat Ruhe – sofern man sich fürs Berufliche ein eigenes Handy samt Nummer anschafft und das Privatgerät während der Arbeitszeit stummschaltet. 

6. Unsere Tipps & Tricks

Neben diesen fünf Sachen gibt es auch noch einige andere, die deine häusliche Selbstständigkeit versüßen und/oder effektiver machen. Als da wären:

  1. Richte deine Arbeitszeit so, wie sie deinem Biorhythmus entspricht. Das ist echt ein Vorteil der Zuhause-Selbstständigkeit
  2. Trage immer Berufsbekleidung. Das hilft deinem Kopf, den Unterschied zwischen Arbeit und Freizeit zu machen
  3. Falls du Kundenkontakt hast, trefft euch in Coworking Spaces oder Cafés, nicht in deiner Wohnung
  4. Setze dir täglich eine Uhrzeit, bis zu der du spätestens Feierabend machst. So verhinderst du die große Gefahr, dass du dich selbst fertigmachst
  5. Sage dir immer wieder, dass du auf der Arbeit bist – dann kommt dein Hirn nicht auf den Gedanken, Dinge wie Couching, Aufräumen oder Spülen vorzuschlagen

Wenn du all das beachtest – und natürlich dein Businessplan aufgeht – wirst du die Sache definitiv rocken.  


One thought on “6 Dinge, die Du als Münchner Home-Office-Selbstständiger brauchst

  1. Dies ist ein wirklich interessanter Artikel, der noch einmal auf die Popularität des Freiberuflers heute aufmerksam macht. Weil gute Fachkräfte als Freiberufler arbeiten können, können sie unabhängig und nicht an einen Arbeitsplatz gebunden sein.
    Als Freiberufler zu arbeiten hat auch viele Vor- und Nachteile. Zum Beispiel weiß nicht jeder, wie er seine Zeit gut plant und seine Arbeit pünktlich erledigt.
    Das ist der Grund, warum Menschen, unabhängig von ihrem Beruf, kommen und arbeiten können. Dies sind virtuelle Büros oder Coworking. Wenn Sie beispielsweise in Genf oder anderen Schweizer Städten wohnen, empfehle ich Ihnen, diese Ressource zu besuchen.
    viele informationen finden sie hier virtuelles büro münchen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.