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einzelheld.de bringt lokale Händler ins Netz und mit ihren Kunden zusammen

Ob frisches Obst und Gemüse, ein bunter Frühlingsstrauß oder stylische Sneaker – online einzukaufen ist zurzeit teils die einzige, ansonsten die ungefährlichste Möglichkeit, nicht zuletzt für Risikogruppen. Dabei suchen immer mehr Verbraucher nach Alternativen zu den großen Online-Shops, die ihnen den virtuellen Einkauf bei lokalen Geschäften ihres Vertrauens ermöglichen. Mit der Online-Plattform einzelheld.de haben zwei Stuttgarter Softwareschmieden in kürzester Zeit für Gewerbetreibende eine Möglichkeit geschaffen, schnell und mit wenig Aufwand einen einfachen Webshop zu erstellen, in dem sie ihre Waren online anbieten können. Zusätzlich bündelt einzelheld.de Anbieter aus der Region auf virtuellen Marktplätzen, was den Kunden die Gelegenheit bietet, weiterhin bei ihren Lieblingshändlern einzukaufen.

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Die beiden Stuttgarter Software-Firmen entrecode GmbH und iteneo GmbH haben innerhalb von fünf Tagen eine Online-Plattform für Einzelhändler aufgebaut, die aufgrund der Corona-Krise derzeit geschlossen bleiben müssen. Auf einzelheld.de können Händler und Gastronomen ihre Waren einstellen und zur Abholung, Lieferung oder zum Versand anbieten. Neben der schnellen Unterstützung in der Krise war es den Gründern wichtig, Cafés, Fachgeschäfte, Boutiquen und Handwerksbetriebe nachhaltig online sichtbar zu machen. „Lokale Einzelhändler haben bisher in der realen Welt verkauft, eine Website oder Social-Media-Präsenz war für sie oft nicht nötig. Mit einzelheld.de wollen wir ihnen eine Plattform geben, um online sichtbar zu sein – besonders jetzt, aber auch nach der Krise“, erklärt Konstantin Ehlers, Gründer der entrecode GmbH. Dazu haben die IT-Experten die Plattform bereits um ein Feature ergänzt: Der Kunde kann auf der Plattform seine Gemeinde oder seinen Stadtteil gezielt auswählen und von seinen Lieblingsläden um die Ecke gesammelt bestellen – wie eine Einkaufstour auf dem heimischen Marktplatz, nur eben virtuell. Tatsächlich profitieren auch die Anbieter davon, wenn sich benachbarte Händler auf einzelheld.de präsentieren. „Die Kunden verhalten sich online ähnlich wie beim realen Schaufensterbummel. Sind sie schon mal da, schauen sie auch noch in anderen Läden vorbei“, weiß Ehlers.

Individuelle Beratung auch online möglich

Von Anfang an dabei war der Lebensmittelhändler Speisekammer Süd: „Die Plattform ist für uns eine schnelle und unkomplizierte Lösung, unsere Kunden weiterhin mit regionalem Obst, Gemüse und Teigwaren versorgen zu können und unseren Betrieb am Laufen zu halten“, sagt Besitzerin Nicole Bader. „Bereits kurz nach der Anmeldung kamen die ersten Bestellungen rein, das hat uns gefreut und Hoffnung gemacht.“ Eine Stärke der Einzelhändler ist die individuelle Kundenberatung. Damit diese auch online möglich ist, können Kunden Sonderwünsche und Fragen zu ihrer Bestellung eingeben, der Händler wird per E-Mail benachrichtigt. Das schätzt Sabine Locher von Blumen-Locher in Stuttgart-Süd: „Da unser Sortiment ständig wechselt, können wir nicht jede Blume einzeln einstellen. Wünscht sich der Kunde einen bunten Frühlingsstrauß oder eine pflegeleichte Zimmerpflanze, können wir ihn beraten und Vorschläge machen – das ist fast, als würde er persönlich in unserem Laden stehen. Der direkte Bezug zum Kunden ist ein großer Vorteil von einzelheld.de.“

Wie funktioniert’s?

Egal ob Blumen, Jeans oder Cocktails – Gewerbetreibende stellen ihre Waren auf www.einzelheld.de ein und bestimmen ein Liefergebiet. Kunden können aus dem angebotenen Sortiment wählen oder ihre fehlenden Lieblingsprodukte beim Händler anfragen, um sie dort abzuholen oder sich alles bequem nach Hause liefern zu lassen. Entscheidend ist die Möglichkeit, über einzelheld.de Bestellungen anzunehmen, Zahlungen abzuwickeln und kontaktlos zu liefern, ohne auf Vielfalt verzichten zu müssen.

Entstanden als akutes Hilfsangebot in der Corona-Krise, zahlen Händler und Kunden zurzeit weder Anmeldegebühr noch Grundgebühr. „Wir wollen mit einzelheld.de kein Geschäft machen, sondern dem stationären Handel vor Ort unverzüglich und wirkungsvoll helfen, einen Teil seiner Umsätze zu retten“, betont Mark Dornbach, Geschäftsführer der iteneo GmbH. Lediglich für die Online-Bezahlung fallen 35 Cent/Transaktion zuzüglich 2,49 Prozent vom Transaktionsvolumen als externe Kosten an. Weitere 30 Cent pro Transaktion dienen für die Aufwendungen zum laufenden Betrieb der Plattform. „Unser Ziel ist es, den Händlern auch nach der Krise eine Plattform zu bieten. Nach und nach wollen wir einzelheld.de mit weiteren Features ausbauen und die laufenden Kosten decken“, ergänzt Mark Dornbach. Die Plattform wächst seit ihrem Go-live kontinuierlich um neue Anbieter und wird von den Kunden sehr gut angenommen. Bundesweit entstehen täglich neue virtuelle Marktplätze, die zum Online-Einkaufsbummel „vor Ort“ einladen.


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