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Jagdszenen aus Niederthann. Ein Lehrstück über Rassismus

Moderation: Annette Ramelsberger (Süddeutsche Zeitung)

Das beschauliche Dorf Niederthann in Oberbayern wird in den 1970er Jahren Schauplatz eines Verbrechens, das als »Zigeuner-Krieg« Schlagzeilen macht: Ein Dorfbewohner schießt auf zwei Romni. Eine der jungen Frauen stirbt, die andere flieht schwer verletzt. Der Schütze kommt glimpflich davon; er wird unterstützt von Polizei, Justiz, Dorfgemeinschaft.
Der Historiker Hans Woller arbeitet die Geschehnisse in »Jagdszenen aus Niederthann« auf (Verlag C.H. Beck). Er verbindet hervorragende Quellenrecherche mit brandaktuellen Fragen: Wären die Reaktionen heute anders, oder würde man erneut den Täter zum Opfer erklären? Hans Woller diskutiert mit Radoslav Ganev, Gründer des Vereins »Romanity« und Vorstand der »Lichterkette«, es moderiert Annette Ramelsberger, Expertin für Innere Sicherheit und Extremismus bei der Süddeutschen Zeitung, vielfach ausgezeichnet für ihre Berichterstattung über den NSU-Prozess.
Veranstalter: Stiftung Literaturhaus // EINTRITT: EURO 15.- / 10.-

{Foto: Hans Woller © Esther Jaroschka}

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