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PRINZ-Test: Kunstmuseum Stuttgart

Ein Museum mit äußerst stylischer Form mitten in Stuttgart gelegen – auch für junge Leute trendy!



Kaum ein Stuttgarter Bauprojekt hat in den letzten Jahren mehr Aufmerksamkeit erregt als das Kunstmuseum. 1999 war der Entwurf des Berliner Architekturbüros Hascher + Jehle als Sieger aus einem internationalen Wettbewerb hervorgegangen. Die gebürtigen Stuttgarter wollten einen »ruhigen, eleganten Baukörper schaffen, der eindeutig in unserer Zeit verankert ist«. Der von weitem sichtbare gläserne Würfel leuchtet tagsüber blau, nachts golden. Der weitaus größere Teil der 5.000 m² befindet sich jedoch unterhalb des Kleinen Schlossplatzes.

Am 5. März 2005 war die Eröffnung. 3.500 m² Glas an Fassade und Dach und 5.000 m² Ausstellungsfläche überzeugen eindrucksvoll! Seit Januar 2005 befindet sich das Archiv Baumeister im Kunstmuseum Stuttgart. Es umfasst den Nachlass des Künstlers und abstrakten Malers Willi Baumeister (1889-1955). Seine bunten Bilder bestehen zumeist aus wilden neuartigen Formen, die aus Personen, Kreisen, Dreiecken, Quadraten oder ähnlichem neu zusammengemixt werden.

Vor allem der Hang zu vielen bunten Farben kommt für den Betrachter toll rüber! Auch Werke von Otto Dix sind in der ständigen Sammlung im hinteren Teil des Museums zu sehen. Geboren 1891 in Gera, wurde Otto Dix in den 1920er Jahren zum führenden Repräsentanten der Neuen Sachlichkeit. Motive von ihm sind: Selbstportraits, religiöse oder sozialkritische Themen. Insgesamt befinden sich rund 15.000 Werke der beiden Künstler im Besitz des Museums.

In der „Frischzelle“ im vorderen Bereich des Museums kommen jüngere Besucher auf ihre Kosten. Junge kreative und „wilde“ Künstler der Stuttgarter Akademie der bildenden Künste stellen hier ihre Kunstwerke aus. Zurzeit tut dies die Künstlerin Mona Ardeleanu aus Lörrach. Sie arbeitet mit Stoffen und formt daraus figürlich/abstrakte Bilder. Sie kombiniert dabei bekannte Formen wie Gesichter oder die russischen Holzfiguren „Babuschka“ mit neuen, eigens kreierten Formen und Farben. Wirklich sehenswert! Das Ambiente des Museums ist eine Kombination aus viel Glas und weißen Wänden, die nicht sinnlos mit Bildern voll gehängt sind, sondern dem Besucher eine angenehme Übersichtlichkeit über die Kunst gewährt. Im 4. Stock kann man nach einem Museumsbesuch im „Cube“ lecker speisen und eine der besten Aussichten auf die Stadt genießen, im „O.T.-Café“ im EG gibt’s eine sensationelle Außenterasse!
Bewertung: 5/5
(5 von 5 möglichen Sternen)


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