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Neu entdeckt: Marcassolis Bottega

Gemütlichkeit, Gastfreundschaft und gutes Essen: In dem neuen „schnuckligen“ Italiener in Stuttgart-Ost passt wirklich alles!



Die Schubartstraße in Stuttgart-Ost besteht aus zwei versetzt liegenden Teilen – am unteren Ende des Zweiten befindet sich die kleine, aber feine „Bottega“ (übersetzt: Feinkost-Laden). Direkt an den berühmten Stuttgarter Stäffele gelegen, empfängt urig grüner Efeu den Gast. Giovanni Marcassoli hat sich hier einen lang gehegten Wunsch erfüllt. Seit seiner Kindheit hat er als Servicekraft und Koch in der Gastronomie europaweit Erfahrungen gesammelt. „Jetzt habe ich endlich mein kleines Lokal, toll“, freut sich der sympathische Gastronom. Mit Herzlichkeit und Leidenschaft betreibt er sein Restaurant: Einmal im Monat fährt er in seine Heimat: Südtirol. Dort grast er mit dem Auto die Landwirte ab, bei denen er leckeres italienisches Brot, Schinken, Käse, Wein und andere Köstlichkeiten dann wieder in seine „Bottega“ bringt. „Jeder Gast kommt in den Genuss dieser Leckereien“, verspricht Giovanni, der immer einen schicken Hut trägt. Die italienischen Produkte kann man auch käuflich erwerben und mit nach Hause nehmen (deshalb auch der Name „Feinkost-Laden“).

 

Frische und leckere Zutaten

Die Stühle in seiner „schnuckligen“ Bottega hat Giovanni’s Lebensgefährtin in harter Handarbeit selbst mit italienischen Zeitungen beklebt. Keine Sorge, die Druckerschwärze ist durch eine spezielle Basteltechnik längst nicht mehr vorhanden … Fotos aus Italien, eine Naturbacksteinfassade und italienische Folkloremusik sorgen für die Gemütlichkeit, die man bei einem Date oder Abend unter Freunden sucht. Das Lokal ist „bottegamäßig“ also wie ein original italienischer Feinkostladen eingerichtet. Zur rechten Seite befindet sich das Restaurant, zur linken die Küche und eine Glasvitirine hinter der die Leckereien ausgestellt sind. Die Speisekarte ist auf Kreidetafeln geschrieben und umfasst Bruschetta, Pasta und vegetarische Gerichte. Der Unterschied zu anderen Italienern: Die Zutaten sind eben alle frisch und nur die besten. Es gibt eine Tagessuppe und am Samstag ein Vier-Gänge-Menu (Preis 20 Euro). Parmaschinken mit Melone (6,50 Euro), Rucolasalat mit Parmesan und Kirschtomaten (7 Euro) und Risotto mit Radicchio und Speck (10,50 Euro) stehen zurzeit auf der Speisekarte.

 

Preise ganz „normal“

Die italienischen Kräuter züchtet Giovanni übrigens auf seinem Balkon! Beim PRINZ-Besuch schmeckten die im Ofen gebackenen Bruschetta-Brote mit Speck und Salbeiöl hervorragend, die Salatbeilage war sehr gut abgeschmeckt und der Weißwein von italienischen Landwirten mundete. Die Preise sind alle im normalen Rahmen: 5-20 Euro für ein Hauptgericht. Die meisten Gerichte kosten unter zehn Euro. 30 Plätze sind nur vorhanden, sodass man am Wochenende reservieren sollte. „Ich lebe von Mund zu Mund Propaganda, meine Gäste werden immer mehr“, freut sich Giovanni dass sein Engagement belohnt wird. Demnächst wieder auf der Autobahn gen Südtirol …

Bewertung: 5/5