Was zu einem waschechten Western gehört, wissen wir ja: klappernde Saloon-Türen, trampelnde Pferdehufe, harte Kerle, viel Herumgeballere, noch mehr Whiskey. Doch wo bleiben eigentlich die Mädels? In Heiner Kondschaks „Vier Frauen für ein Halleluja“ – einem „musikalischen Ritt durch den Wilden Westen“ – hat das weibliche Geschlecht in Gestalt von vier verwitweten Gangsterbräuten eindeutig die Oberhand. LTT-Intendantin Simone Sterr, die die Uraufführung inszeniert, verspricht einen „schrägen Abend, der den altbekannten Western zitiert und parodiert, mit dessen Frauenbildern spielt und sie konterkariert“. Männer treten natürlich auch auf, sie sind „aber eher schweigsam“, wie es sich für raue Cowboys so gehört. Heiner Kondschak schrieb den Text des Stückes, komponierte die Musik, die von Country bis Rock reicht, und ist mit einer Live-Band auch auf der Bühne zu sehen. ks