Siegfried Schäuble, Inhaber „tabacum“ Siegfried Schäuble betreibt im Stuttgarter Westen das Geschäft Tabacum. Zigarren, Whiskey, Wein – nur das Beste. Er unterscheidet zwischen Sucht und Genuss und macht sich Sorgen um die Rauchkultur. Momentan arbeitet er auch an seiner Website, die (zigarren-) raucherfreundliche Lokale in ganz Deutschland vereinen soll. PRINZ: Wie gehen Sie denn mit der aktuellen Lage für Raucher um, Herr Schäuble? Schäuble: Im Moment versuche ich, für unsere Kunden Lokalitäten ausfindig zu machen, in denen sie noch ihre Zigarren oder Pfeife rauchen können. Das beschäftigt mich sehr und ich bin dankbar für jeden Tipp. Meine Kunden natürlich auch. PRINZ: Muss man zwischen Zigarren- und Zigarettenraucher unterscheiden? Schäuble: Schon. Das über einen Kamm zu scheren ist recht unglücklich. Zigaretten sind sicherlich auch Genuss, aber in der Regel führt das schnell zur Abhängigkeit. Bei Zigarren und Pfeife ist das normalerweise nicht so – das ist Genussrauchen, Teil einer Genusskultur. Ich denke, solche Leute gehören eigentlich nicht in diese Schublade gepackt. PRINZ: Können Sie da dagegen steuern? Schäuble: Da gibt es natürlich noch die elitären Nichtraucher. Hier appellieren wir natürlich an deren Toleranz, im Gegenzug üben wir uns mit Rücksichtnahme. Wir unterscheiden schon immer, zwischen Genuss- und abhängigem Rauchen. In der Regel ist das bei den meisten Leuten auch so angekommen.