Über zu wenig Baustellen, Brachen oder anderweitig ungenutze Flächen wird sich auch künftig in Stuttgart niemand beschweren wollen. Mit Stuttgart PopUp!, dem Konzept von Lukas Lendzinski und Peter Weigand, sollen diese Flecken temporär kulturell genutzt und aufgewertet werden. Die Architekturstudenten wollen dazu Bau(-stellen)-Materialien wie zum Beispiel Container, Träger oder Gerüste für Räume einsetzen, die zusammen mit hiesigen Kulturschaffenden „bespielt“ werden und sich im Wechselspiel mit der Baustelle oder Brache verändern sollen. „Jede Stadt hat diese Raumpotentiale. Es geht darum, diese für eine gewisse Zeit zu nutzen,“ erklärt Peter Weigand. Ihre Idee haben Weigand und Lendzinski der Deutschen Bahn und dem Kulturamt der Stadt vorgelegt, jetzt hoffen sie, dass man auch dort das Potential erkennen wird – beispielsweise als Testlauf für künftige Bauvorhaben. Das Gute daran: Wenn’s nicht funktioniert, blöd aussieht oder doch keinen Sinn macht, ist der ganze Plunder leicht wieder abgebaut. Das hat Stuttgart PopUp! der Architektur voraus. Besonders hier in Stuttgart.