Ein hektischer Job, ständiges Pendeln von einem Ort zum anderen, Musik auflegen bis in die frühen Morgenstunden. Man könnte meinen bei einem solchen Tagesablauf rennt man mit Mobiltelefon zwischen Schulter und Ohr, einem Plattenkoffer in der einen und einem lieblos belegten Brötchen in der anderen zum nächsten Termin. Anders René Hagdorn: Redakteur, DJ und Biokostverfechter. Auch als stressgeprüfter Medienmacher nimmt er sich Zeit für eine bewusste Ernährung. Von Fast Food Ketten und Fünf-Minuten- Terrine hält er nicht viel. „Das fängt schon bei der Erziehung an“, weiß der SWR 3-Redakteur. „Meine Eltern haben immer alles selbst gekocht“, erzählt er. Diese Einstellung hat sich bei ihm fortgesetzt: Ausgesuchtes Gemüse in den Mixer, den Brei flach auf einem Blech verteilen, in den Ofen damit und hinterher zermalen – fertig ist die selbstgemachte Gemüsebrühe. „So weiß ich, was drin ist“ sagt René Hagdorn. In Stuttgart muss der Redakteur zwar keine weiten Wege zurücklegen, um sich mit frischer Biokost einzudecken, das Einkaufen an sich dauert dennoch seine Zeit.Vom Gemüsestand in der Bauernmarkhalle bis hin zum arabischen Kleinhändler um die Ecke – alles ist mit dem ein en oder anderen Small-Talk verbunden. Man kennt sich eben. Es ist diese persönliche Art, die dem Radiomacher im Discount-Supermarkt fehlt.“Bio“, das hat für René Hagdorn stets mit dreierlei Dingen zu tun: „Vollendeter Geschmack, Respekt gegenüber der Kreatur und Fairness gegenüber den Landwirten.“ Extremismus lehnt René Hagdorn jedoch ab, auch beim Thema Ernährung: „Nutella geht eben nicht in Bio“, sagt er. Und gönnt sich ab und zu doch ein Gläschen davon.