Ein britischer Student ist mit der Idee zum Millionär geworden: Alex Tew eröffnete eine Internet-Seite und verkaufte jeden einzelnen der eine Million Pixel für einen US-Dollar. „Riesenidee“ dachten sich auch die finanziell ständig klammen Stuttgarter Kickers und starteten die Aktion „www.believe-in-blue.de“. Dort kann sich jeder Pixelbaussteine ab 18,99 Euro kaufen. Sie ahnen es schon: Millionäre sind die Blauen aus Degerloch immer noch nicht. Aber immerhin sind so bislang rund 70 000 Euro in die Vereinskassen unterm Fernsehturm geflossen – und die Aktion läuft noch. Sportlich gesehen hat die Aktion leider nix gebracht – viel schlechter als die Blauen kickt in der 3. Liga keiner.

Dennoch: Vielleicht macht das Beispiel des Traditionsvereins ja Schule. Nachziehen könnte unter anderem die selbsternannte Sportstadt Stuttgart, die – Achtung, Finanzkrise – den vom Deutschen Fußballbund (DFB) geforderten Aus- und Umbau des Gazi-Stadions erstmal auf Eis gelegt hat. Da dort auch die Amateure des VfB Stuttgart spielen, würden sich sicher genügend Pixelkäufer finden; der Umbau wäre also finanziert, die Stadt wäre fein raus und die Kickers hätten zumindest eine Sorge weniger. So einfach ist das… Oliver Seibold