Bad Cannstatt gilt als die nördlichste Hochburg der Schwäbisch-Alemannischen Fasnacht, deren Höhepunkte traditionell zwischen dem Schmotzigen Donnerstag und Fasnetsdienstag in den Gassen und Gaststätten der Altstadt besonders ausgiebig gefeiert werden. Vom Narrenbaumstellen über das Kübelesrennen, verschiedenen Umzügen bis zum Rathaussturm und der Fasnetsverbrennsäufung reicht das närrische Treiben, dass dieses Jahr außerdem mit einer großen Sonderausstellung zur Fasnacht in Europa begleitet wird (19.02. bis 24.02.).

Am Veilchendienstag wird traditionell der große Umzug der Jecken und Narren durch die Stuttgarter Innenstadt gefeiert, während die Kiddies beim Kinderfasching in Schorndorf und Ludwigsburg Hexe und Indianer spielen. Aber was halten die Stuttgarter von Clowns, wilden Kostümpartys oder dem Brauch, den Brunnengeist zu versenken?
Andreas, 26, Musiker: „Ich freue mich auch Fasching, weil man sonst nie die Gelegenheit hat, Batman persönlich zu treffen. Oder Jack Sparrow oder Indianer. Sind ja normalerweise nie hier.“

Sahra, 26, Heilerzieherin, aus dem
Rheinland zugezogen:
„Ich freue mich auch Fasching, weil ich mal auf die Gesichter der Schwaben gespannt bin, die sie machen, wenn man ihnen am Fett-Donnerstag die Krawatten abschneidet.“

Rike, 22, Studentin, im Schwabenland
geboren:
„Ich freue mich auch Fasching, weil man da so richtig die Sau rauslassen kann, ohne das einem das übel genommen wird. Außerdem ist das die einzige Zeit, in der einem so viel verziehen wird.“

Markus, 29, Ingenieur, aus dem
Rheinland zugezogen:
„Ich freue mich auch Fasching, weil ich den Schwaben dann endlich mal zeigen kann, dass es möglich ist, fünf Tage lang zu feiern und dabei wirklich Spaß zu haben.“