Paul McCartney weiß das: Heiraten ist eine ernste Sache. Schlechte Nachrichten für schwule Paare: Die brauchen schon sehr viel Humor bevor es überhaupt losgeht. Die gleichgeschlechtliche Ehe heißt „Lebenspartnerschaft“, ist vor dem Gesetz so viel Wert wie Socken in der Sauna, wird (in Stuttgart) beim Ordnungsamt in die Wege geleitet und kostet gleich noch 49 Euro mehr als eine Heteroehe.

Begründet wird das mit dem höheren Aufwand. Und da ist wirklich was dran, denn die Kommunen sind dafür zuständig, irgendein Amt zu beauftragen, gleichgeschlechtliche Ehen in die Wege zu leiten und zu besiegeln. Eigentlich ist das das Tagesgeschäft auf Standesämtern – machen die andauernd und sind so gesehen die ideale Besetzung für den Job. Doch je nach Wohnsitz kann dies für schwule Paare durchaus mal auf dem Forstamt oder auf der Kfz-Zulassungsstelle von statten gehen. „Durchreichgesetz“ nennt man das. Der Bund schiebt die Verantwortung weiter bis in die Sackgasse der Verwaltung: die Kommunen. Auch die Preispolitik für die Homoehe liegt in den Händen der Kommune: 89 Euro in Stuttgart, 40 in Berlin oder Frankfurt. Ach, Ludwigsburg scheint Schwule wirklich zu hassen: Da kostet der Spaß 150 Euro. ms