Datenbanken sind toll. Die wissen unwahrscheinlich viel. Als „ran“ auf Sat 1 noch die große Fußballsendung im Fernsehen war, erwähnten die dort unentwegt destillierte Weisheiten ihrer „ran“-Datenbank, in der jeder Blödsinn erfasst wurde. Theoretisch hätte da auch die Meldung kommen können: „Das ist das erste Fallrückziehertor eines Abwehrspielers, der noch nie bei Kaiserslautern gespielt hat, Brille trägt und dessen große Schwester auch Socken bügelt.“ Eine weit angenehmere Statistik veröffentlichten jüngst die „Stuttgarter Nachrichten“: Rund 16 Euro kostet laut demnach ein Heimspieltor des VfB Stuttgart in der laufenden Saison. Man rechne: Spiele mal durchschnittlicher Eintrittspreis, geteilt durch Tore. Wer sich allerdings schon mal in der Cannstatter Kurve ein Last-Minute-Siegtor anschauen durfte, lacht über solche Zahlenspiele: Dieses Gefühl ist nämlich unbezahlbar. Auf anderen Sportplätzen wäre das auch ein echter Renner.

Bei den Stuttgarter Kickers zum Beispiel. Weil Mitleid für die vom Drittliga-Abstieg bedrohten Traditionskicker gerade sehr nötig und genauso en vogue ist, haben wir selbst mal geschaut, wie’s denn bei den Blauen in Degerloch so aussieht: satte 22 Euro kostet da das Heimtor. Trotzdem beklagen die sich, dass zu wenige Leute den Weg ins eigentlich gut ausgeschilderte Stadion der Kickers finden würden. Heimtore von VfL Wolfsburg sind übrigens am erschwinglichsten: 7,38 Euro kostet da eines. Aber wer will da schon hin? ms