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Die ganze Hand

Eugen Bolz. Politiker und Widerständler. Von Jeremias Heppeler

Der Rottenburger Eugen Bolz war überzeugter Demokrat und Christ und ein Widerständler ganz eigener Prägung. Vor der Machtergreifung des NS-Regimes war er in Württemberg, erst Justizminister, dann Innenminister und Staatspräsident. Zudem war er Abgeordneter des Reichstages in Berlin, wo er trotz eigener Zweifel für das Ermächtigungsgesetz gestimmt hatte. 1933 wurde er in Stuttgart von den Nationalsozialisten aus seinen Ämtern vertrieben. Bereits 1934 formuliert er: „Bei offensichtlichen und dauerndem Mißbrauch der Staatsgewalt besteht ein Notwehrrecht des Volkes“. Er war viel rascher, viel weiter als seine späteren Mitverschwörer im Schattenkabinett um Goerdeler. Nach einem erfolgreichen
Attentat auf Hitler sollte Bolz als Kultusminister in Deutschland das Land wieder mit aufbauen. Doch so weit kam es nie. Das Stauffenberg-Attentat scheiterte. Eugen Bolz wird durch das Regime verhaftet, verhört und zum Tode verurteilt. Bis zuletzt blieb er seinen christlichen Idealen treu. Demokratie und Parlamentarismus waren für ihn ohne Alternative.

Eine Kooperation des Theater Lindenhof und der Stadt Rottenburg am Neckar.
Gefördert durch die Diözese Rottenburg-Stuttgart, die Eugen-Bolz-Stiftung und dem Rotary Club Reutlingen-Tübingen-Süd.

Nächster Termin

Samstag, 11.02.2023

Beginn

20:00 Uhr
Neckartalstr. 9
70376 Stuttgart

Vorverkauf

11,65 EUR

Eintritt Hinweise

Ermäßigte Preise - soweit angeboten - gelten für Schüler, Studenten, Arbeitslose, Schwerbehinderte und Bundesfreiwilligendienstleistende. Kinderkarten für Kinder bis zum 12 Lebensjahr.Bei höherem Ticketbedarf oder bei Gruppenbuchungen bitte direkt beim Veranstalter unter kbb@wilhelma-theater.de oder Tel. 0711-95488461 anfragen.

Anfahrt

Map data © OpenStreetMap contributors, CC-BY-SA
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