Der Dresdner Weihnachtsmarkt: Ein Weihnachtsmarkt mit langer Geschichte

Spätestens ab Ende November und den ganzen Advent hindurch wird Dresden zu Deutschlands Weihnachtshauptstadt. Der bekannteste der Dresdner Weihnachtsmärkte ist natürlich der Striezelmarkt. Er ist der älteste Weihnachtsmarkt Deutschlands, schon seit 1434 findet er jedes Jahr auf dem Altmarkt statt und ist eine feste Größe im Tourismus-Programm der Stadt. Damals war er nur als Fleischmarkt für einen Tag gedacht, auf dem die Dresdner ihren Weihnachtsbraten kaufen konnten. Es dauerte nicht lange und das Warenangebot vergrößerte sich. Auch Handwerker und Händler aus der Region um Dresden kamen hinzu. Ab ungefähr 1700 dauerte der Markt dann auch immer länger. Der Name kommt übrigens von "Striezel". So nannte man im Mittelhochdeutschen den Dresdner Stollen. 

Heutzutage haben über 200 Händler ihre Buden aufgebaut, und täglich steuern mehr als 300 Reisebusse Dresdens traditionsreichsten Weihnachtsmarkt an. Rund 2,5 Millionen Besucher kommen jedes Jahr und auch der Glühweinkonsum nimmt zu: 2013 waren es zum Beispiel rund 665.000 Tassen, 85.000 mehr als im Jahr davor.

Inzwischen hat der Striezelmarkt aber ernstzunehmende Konkurrenz von vielen kleineren Märkten bekommen, die richtig gemütlich und längst nicht mehr nur ein Geheimtipp unter Dresdnern sind. Von Altstadt bis Neustadt ist Sachsens Landeshauptstadt in der Adventszeit eine einzige große Weihnachtsmeile.

 

Die schönsten Weihnachtsmärkte in Dresden

Der Augustusmarkt in der Dresdner Neustadt

Von der Prager Straße über den Striezelmarkt und die Augustusbrücke kommt ihr, vorbei an vielen Dresdner Sehenswürdigkeiten, auf direktem Weg auf die Neustädter Elbseite bis zum Augustusmarkt auf der Hauptstraße. Dieser ist nach dem Striezelmarkt der zweitgrößte der Stadt und taucht die Hauptstraße zwischen Goldenem Reiter und Albertplatz in weiß-goldenes Licht.

 

Historischer Advent auf dem Neumarkt vor der Frauenkirche

Nostalgie-Fans kommen rund um die Frauenkirche auf ihre Kosten. Beim Historischen Weihnachtsmarkt auf dem Neumarkt taucht ihr ein, in die Zeit um 1910. Hier geht es besinnlicher zu als auf dem Striezelmarkt. Die Stände sind liebevoll der alten Zeit nachempfunden. Vor der romantischen Kulisse der Frauenkirche wird einem bei einem gemütlichen Glühwein und einem leckeren Heurekaner ganz warm ums Herz.

 

Mittelalter-Weihnacht im Stallhof

Beim Mittelalter Weihnachtsmarkt im Stallhof gleich nebenan geht es noch etwas weiter zurück in die Geschichte. Der Markt hat sich von einem Geheimtipp zu einem echten Highlight entwickelt. Die Atmosphäre mit Gauklern, Feuerspuckern und geschäftigem mittelalterlichem Markttreiben ist vor allem am Abend einmalig. Glühwein in vielen verschiedenen Varianten kann man hier ebenso genießen wie Deftiges aus großen Töpfen und Pfannen. Und wer auf der Suche nach besonderen Geschenken ist, findet hier zum Beispiel Kunsthandwerk und außergewöhnlichen Schmuck.

 

Romantischer Weihnachtsmarkt am Dresdner Schloss

Nicht weit vom Striezelmarkt entfernt, wartet der Romantische Weihnachtsmarkt. Hier liegen vor allem klassische Weihnachtsleckereien und -accessoires in den Ständen. Gebrannte Mandeln, Kerzen, Töpferwaren und erzgebirgische Holzkunst, aber auch praktische Dinge wie Strümpfe gibt es hier zu kaufen.

 

Dresdner Hüttenzauber auf dem Postplatz

Wer es weniger besinnlich mag, dafür aber auf Après-Ski-Atmosphäre steht, sollte den Dresdner Hüttenzauber auf dem Postplatz, nur ein paar Schritte vom Striezelmarkt entfernt, ansteuern. Die Party beginnt hier schon ab 12 Uhr mittags, und das auf über 2000 Quadratmetern. An der Hüttenbar wird sogar ein eigens kreierter Glühwein ausgeschenkt.

 

Elbhangfest Weihnachtsmarkt

Aber auch außerhalb der Altstadt und etwas abseits der bekannten Sehenswürdigkeiten gibt es einige schöne Weihnachtsmärkte. In Loschwitz zum Beispiel, nicht weit vom Körnerplatz und dem Blauen Wunder entfernt, könnt ihr euch beim Elbhangfest-Weihnachtsmarkt verzaubern lassen. Der Trubel und die Touristenströme der Altstadt sind hier kaum mehr zu spüren, dafür kann man in Ruhe in den Waren der über 30 Künstler und Kunsthandwerker stöbern.

 

Noch viel mehr Weihnachtsmärktefindet ihr in unserem Artikel Weihnachtsmärkte in Dresden.

 

Um Dresden in der Adventszeit richtig genießen zu können, lohnt es sich auf jeden Fall, mehrere Tage einzuplanen. Wer Zeit haben will zum ausgiebigen Bummeln über die verschiedenen Weihnachtsmärkte, kann bei manchen Reiseanbietern gleich ein komplettes Paket mit Übernachtung buchen. In einem Hotel in der Innenstadt seid ihr dann mittendrin im funkelnden Dresdner Weihnachtsland. Auf jeden Fall solltet ihr euch aber schon rechtzeitig, am besten schon einige Monate vorher kümmern, denn die zur Weihnachtszeit extrem begehrten Übernachtungsmöglichkeiten sind ganz schnell weg.

 

Wenn ihr die Adventszeit auch als Anlass für Kurzreisen quer durch Deutschland nehmt, um die schönsten, die romantischsten und die außergewöhnlichsten Weihnachtsmärkte zu besuchen, findet ihr in unserem Artikel Weihnachtsmärkte in Deutschland Inspiration. 

 

Fotos: iStock (5), Torsten Hufsky (2), Sylvio Dittrich (1), PR (1)