2 °C Do, 14. November 2019 Uhr
Prinz.de  ›  Regional  ›  Made in Dresden: Regionale Produkte aus deiner Stadt

Made in Dresden: Regionale Produkte aus deiner Stadt

Dresden und das Elbland haben nicht nur geschichtlich und gesellschaftlich viel zu bieten, auch besondere Produkte verkörpern die Region an der Elbe, PRINZ weiß welche.



Als Dresdner kann man sich mit vielen Dingen der Stadt identifizieren oder gar davon schwärmen und diese Freunden und Gästen empfehlen. Neben Gebäuden, Geschichten, Lebensgefühlen sind dies auch Produkte, die Dresden und die Region oftmals auch über die Landesgrenzen hinaus bekannt gemacht haben und auf die wir als Dresdner sehr stolz sind. Sie sind die Produkte, die man als Kind schon kannte und konsumierte, oder in neuerer Zeit den modernen Hype der regionalen Wertschöpfungskette verkörpern. Sechs besonders bekannte oder erfolgreiche Produkte stellt PRINZ Euch vor.

Dresdner Christstollen

Der Exportschlager schlechthin ist der Dresdner Christstollen. Jährlich werden davon in der Weihnachtszeit Millionen Striezel, wie der Dresdner den Stollen nennt, im Stadtgebiet produziert und bis in alle Welt exportiert. Es gibt sogar einen Schutz- und Güte-Verein der „Schutzverband Dresdner Stollen e.V.“ – Dresdner Christstollen wird nur in rund 130 Bäckereien und Konditoreien in und um Dresden hergestellt. Den Original Dresdner Christstollen erkennt man am Qualitätssiegel des Verbandes – ein geprägter Goldener Reiter. Anfangs war der Stollen Fastengebäck im Mittelalter, seit dem 20. Jahrhundert wird der Stollen in seiner heutigen Form und Zusammensetzung hergestellt – der „Striezel“ ist seit jeher mit Deutschlands ältestem Weihnachtsmarkt, dem Striezelmarkt, eng verbunden.

Hier gibt es Original Dresdner Christstollen.

Russisch Brot / Dresdner Bemmchen

Das „Russisch Brot“ kennt man deutschlandweit, jedes Kind und jeder Erwachsene hat das leckere Gebäck aus Eischnee, Zucker, Kakao und Mehl schon verzehrt. Während Groß-Konzerne wie Bahlsen erst seit dem 20. Jahrhundert die Buchstaben-Kekse herstellen und vertreiben – gibt es die Dresdner Variante schon seit Mitte des 19. Jahrhunderts. Ein Dresdner Bäcker brachte das Rezept 1844 aus Sankt Petersburg mit und begann mit der Produktion des süßen „Buchstaben-Brots“ – in der DDR wurde „Russisch Brot“ von der VEB Dauerbackwaren hergstellt, wo auch Hartmut Quendt arbeitete. Er entwickelte die erste vollautomatische Anlage zur Herstellung von „Russisch Brot“ und gründete samt der Maschinen zur Wendezeit die Dr. Quendt Backwaren GmbH. Heute ist „Dr. Quendt“ Markeninhaber des „Dresdner Russisch Brot“ und Teil der Lambertz GmbH (Aachener Printen, Nürnberger Lebkuchen) – produziert Millionen von Stollen für Aldi und Co., tonnenweise „Russisch Brot“ und die beliebten „Dresdner Bemmchen“ sowie „Dominosteine“ – auch als Bio-Produkte.

Werksverkauf und Onlineshop: Coschütz/Gittersee, Offenburger Straße 1, Tel. 436 160, dr-quendt.de

Quendteria, Altmarkt-Galerie Dresden, Altstadt, Webergasse 1, Tel. 20 61 54 72, Mo–Sa 9.30–21 Uhr

Dresdner Essenz / Dreckspatz

Einmal nichts zum Essen oder Trinken, sondern vielmehr zum Wohlfühlen, Genießen und Pflegen – das sind die Produkte von Li-iL. Die Li-iL GmbH hat ihren Sitz direkt an der Dresdner Stadtgrenze zu Radebeul und kann auf eine hundertjährige Tradition zurückblicken. „Bei einem Kuraufenthalt kommt Richard Carl Pittlik die zündende Idee: Er will erstmalig medizinisch abgestimmte, klinisch getestete und mit natürlichen Wirkstoffen produzierte Arzneibäder herstellen. Der Name Li-iL steht für Lithium, der Trägersubstanz der ätherischen Öle und für IIatum, dem Wirkungsprinzip von außen nach innen.“, so der heutige Geschäftsführer Stephan Freitag. In den Jahren nach der Wende führt Li-iL für seine Komsetik-Produkte den übergreifenden Namen „Dresdner Essenz“ ein und produziert neben den Essenzen, weiterhin gesundheitliche Öle, Salben und Crémes sowie die Kinder-Bade-Marke „Dreckspatz“. Li-iL lehnt Tierversuche ab, nimmt am Programm „Ökoprofit“ teil und verwendet bevorzugt Rohstoffe pflanzlichen Ursprungs.

Produkte sind in allen deutschen Drogeriemärkten und im Fachhandel erhältlich. (Ein Viertel wird nach Europa, Nordamerika und Asien exportiert.)

Werksverkauf: Trachau, Leipziger Straße 300 (Eingang Geblerstraße), Tel. 894 120, Mi-Fr 15-18 Uhr, dresdner-essenz.com (Onlineshop)

Nudossi

Was sich so herrlich sächsisch liest und auch spricht, ist auch ein echter Sachse und von „Kindes Beinen“ an ein zuckersüßer Begleiter vieler Generationen. Nudossi ist die „Ost-Nutella“ und wurde erstmals 1970 in Kötzschenbroda (Radebeul) produziert und abgefüllt. Damals von der Firma Vadossi, die bereits seit 1924 Süßwaren produzierte. Heute gibt es den Namen Vadossi nicht mehr, aber seit 1999 wird wieder Nudossi produziert. Mit 36% Haselnuss-Anteil enthält es deutlich mehr natürliche Haselnuss als das bekannte Produkt von Ferrero, und ist besonders in den neuen Bundesländern wieder beliebter Frühstücksbegleiter. Neben Nudossi werden in Radebeul bei Dresden auch weitere Nougat- und Schokoladenerzeugnissen, Dresdner Spezialitäten sowie diverse weihnachtliche Artikel produziert. Nudossi gibt es mittlerweile deutschlandweit im Handel zu kaufen, im Onlineshop und in einem Fabrikverkauf vor Ort.

Nudossi Händler

Radebeul, Kötitzer Straße 27, Tel. 837 52 26, nudossi.de

Dresdner Wein / Sächsischer Wein

Vom Dresdner Wein als Begriff an sich hat man noch nicht so viel gehört, dann wohl eher schon vom Meißner Wein oder eben Sächsischen Wein. Mittlerweile hat sich die in den letzten Jahrzehnten besonders im Dresdner Stadtgebiet eine besondere sächsische Dresdner Weinkultur und – qualität entwickelt, die teilweise sogar zu den Prädikatsweingütern Deutschlands gehört. Zwei bekannte Namen unter Dresdner Winzern sind Winzer Lutz Müller mit seinem Weingut im Kavaliershaus Schloss Albrechtsberg und das Weingut Klaus Zimmerling am Schlossweinberg Pillnitz – dem ehemaligen Königlichen Weinberg. Die 4 Hektar des Weingut Zimmerling bringen die berühmtesten Dresdner Weine hervor, er ist schon oft ausgezeichnet wurden und gehört zum Verband Deutscher Prädikatsweingüter. Zimmerling selbst sagt: „Die Hochachtung vor der Natur ließ mich schon von Anfang an ohne Herbizide und Pestizide arbeiten.“ Dieser Qualitätsanspruch schlägt sich auch in seinen Weinen nieder.

Winzer Lutz Müller, Loschwitz, Kavaliershaus Schloß Albrechtsberg, Dresden Bautzner Str. 130, Tel. 328 92 17, Sa/So 11-19 Uhr, winzer-lutz-mueller.de

Weingut Klaus Zimmerling, Pillnitz, Bergweg 27, Tel. 261 87 52, Fr-So 11-18 Uhr, weingut-zimmerling.de

Sächsische Weine gibt es in Hülle und Fülle in der Sächsischen Vinothek.

Aronia Original / Aronade

Was eigentlich ist Aronia? Das fragen sich heute immer noch viele Leute, die mit dem Begriff in Berührung kommen. Aronia ist schlicht und einfach eine Beerenart, die ursprünglich aus Nordamerika stammt und von einem russischen Botaniker in seine Heimat mitgenommen wurde. In sowjetischen Zeiten wurde die Beere frostresistent gezüchtet und wird seitdem auch in Europa und Deutschland gepflanzt und geerntet. 2008 gründete sich in Dresden dann „Aronia Original“ als Unternehmung, die sich auf diese „Superbeere“, wie sie auch gern genannt wird, spezialisiert. Die Aronia ist extrem vitaminreich und daher sehr gesund für allerlei Anwendungen oder eben einfach als Nahrungsmittel. Aronia Original stellt Säfte, Tee, Aufstrich, Liköre, Süßigkeiten und sogar Kosmetik her. Große Aroniafelder findet man unter anderem in Coswig und Brockwitz an der Elbe – und kann überprüfen wie naturnah und biologisch dieser Beeren-Rohstoff angebaut wird. Händler gibt es besonders in Dresden und Umland, auch ein Online-Shop ist verfügbar. Neueste kreative Idee des Unternehmens ist die „Aronade“ – eine Bio-Beerenlimonade aus Aronia.

Händlersuche: aronia-original.de/haendler

Onlineshop auf aronia-original.de

Infos zur Aronade: aronade.de


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.