Der Puls rast, mysteriöse Geräusche tönen aus den Lautsprechern und die Zeit sitzt euch im Nacken, denn die Uhr tickt unaufhaltsam...

Para Park
Para Park
Para Park
Hättet ihr gedacht, dass sich in einem unscheinbaren Frankfurter Hinterhof ein Live Escape Game versteckt hat? Eben. Wir auch nicht! Deshalb machen wir uns auf den Weg zum ParaPark in Sachsenhausen, wo wir schon von Manuel erwartet werden, der uns in aller Ruhe die Spielregeln erklärt und Fragen beantwortet. Etwas peinlich berührt sind wir schon als wie erfahren, dass er uns während des Spiels beobachten wird, um uns Tipps geben zu können, falls wir nicht weiterkommen. Immerhin kann er uns nicht hören, denken wir und stürzen uns voller Vorfreude in 60 Minuten Abenteuer - denn so viel Zeit bleibt uns, um mithilfe von Codes und Schlüsseln aus dem Raum zu entkommen. Unwissend, voller Neugier und Enthusiasmus begeben wir uns in Richtung des 9. Portals. Die Tür ist zu, die Uhr beginnt nun gnadenlos zu ticken.

Nachdem wir unentschlossen in einem Raum zurück gelassen werden, beginnen wir wie besessen nach Zahlencodes, Schlüsseln oder Ähnlichem zu suchen, um das erste der vielen Rätsel zu lösen. Die Minuten vergehen wie im Flug. Im zweiten Raum angekommen, stehen wir ziemlich planlos vor der merkwürdigen Ausstattung und lauschen den mysteriösen Geräuschen. Ob sie uns weiterhelfen oder nur verunsichern, wissen wir nicht so genau. Vermutlich beides. Wir müssen jedes weitere Rätsel noch schneller lösen, weil uns kaum noch Zeit bleibt, bis das rote Licht über der Tür erleuchtet und der Countdown beginnt. Manuel gibt uns immer wieder Hinweise, aber wir machen immer den gleichen Fehler, sodass wir das letzte Schloss nicht knacken können. Langsam sind wir außer Puste, weil wir von einem Zimmer in das nächste hetzen, um doch noch auf die Lösung zu kommen - leider ohne Erfolg. Der Countdown hat längst begonnen und wir erbetteln über Walkie-Talkie die letzten Hinweise, doch auf dem Bildschirm sehen wir bereits die große 60: Wir haben versagt! Weil wir lieb fragen, lässt Manuel uns weiter spielen, denn wir mögen keine halben Sachen und sind zu ehrgeizig, um zu kapitulieren. Nach weiteren 12 Minuten drehen wir dann erwartungsvoll und mit zittrigen Händen am letzten Schloss, bis das erlösende Surren ertönt und wir aus dem 9. Portal herausstolpern.

Unser Fazit: Wir werden noch mehrere Tage über unsere Fehler grübeln, es werden Sätze fallen, wie "Hätten wir es geschafft, wenn..?!?" und freuen uns trotz Niederlage über dieses großartige Erlebnis, das nicht nur Spaß macht, sondern in den Gruppen auch den Zusammenhalt und Teamgeist wachsen lässt. Egal ob Familien- oder Betriebsausflug, Geburtstag oder Junggesellenabschied - es bleibt ein unvergessliches Erlebnis! Unser Tipp: Auch im Sommer könnt ihr der Zeit den Kampf ansagen, denn in den Souterrain-Räumen ist es immer angenehm kühl!

Facts

ParaPark Frankfurt, Waidmannstraße 21, 60596 Frankfurt, Tel.: 069 - 84 777 241

Der Preis hängt von der Gruppengröße ab und kostet zwischen 20 und 35 Euro pro Person (max. 120 Euro).