Das Angebot an Kultur in Frankfurt ist breitgefächert und vielseitig. Über 20 Bühnen und ca. 30 freie Theatergruppen beherbergt Frankfurt und hat sich, samt seiner Museen, damit weit über seine Stadtgrenzen hinaus als Kulturmetropole einen Namen gemacht. Wir haben für euch die besten Bühnenstücke, die ihr in Frankfurt nicht verpassen solltet, zusammengestellt.

Von der Frankfurter Oper, über das Freie Schauspiel bis hin zum English Theatre

Von einer der bedeutendsten Opernbühnen Europas, der Frankfurter Oper, über die viel geachteten Schauspielhäuser Schauspiel Frankfurt, Freies Schauspiel und das Künstlerhaus Mousonturm bis hin zu ambitionierten Theatern mit „Off-Bühne“ wie das Kellertheater und internationalen Bühnen wie das English Theatre und das Internationale Theater mit französisch- und englischsprachigen Aufführungen, bietet Frankfurt eine enorme Bandbreite an unterschiedlich geprägten Schauspielhäusern und Bühnen. International renommierte Variète-Theater wie der Tigerpalast, aber auch kleinere, multikulturelle Einrichtungen wie das Gallus Theater, die Komödie und die Katakombe runden die facettenreiche Theaterszene Frankfurts ab. 

Die unterschiedlichen Schauspielhäuser der Frankfurter Theaterszene präsentieren in jeder Saison eine große Auswahl an Stücken, Musicals und Opern. Darunter anspruchsvolle Klassiker, witzige Kömodie und dramatische zeitgenössische Aufführungen - für jeden Geschmack ist etwas Passendes dabei. 

Schauspiel, Oper und Tigerpalast Varieté - Frankfurts Klassiker 

Wer es gerne größer und bekannter mag, der wird mit der Oper Frankfurt, dem Schauspiel Frankfurt und dem Tigerpalast Varieté fündig. Die Oper ist das Musiktheater der Städtischen Bühnen und zählt zu den bedeutendsten Opernbühnen Europas. Ihre Spielstätte liegt seit 1951 am Willy-Brandt-Platz, dem früheren Theaterplatz, und wird vom festen Orchester des Hauses, dem Frankfurter Opern- und Museumsorchester, begleitet. Die Oper Frankfurt bietet Besuchern ca. 1369 Sitzplätze und weist pro Saison im Durchschnitt meist 170 bis 180 Aufführungen auf. Das Schauspiel ist das größte Sprechtheater im Rhein-Main Gebiet und hat sich auch darüber hinaus als traditionsreiche, viel geachtete Bühne deutschlandweit profiliert. Pro Saison werden für die 4 Spielstätten (Schauspielhaus, Kammerspiele, Box und Bockenheimer Depot) ungefähr 25 Neuinszenierungen dargestellt. Zum festen Ensemble zählen 30 Schauspieler, die das Zentrum des Spielplans bilden. Momentan umfasst das Schauspiel ein Repertoiretheater von etwa 30 Produktionen, die täglich wechseln. Neben klassischen Inszenierungen von Kleist, Goethe und Tschechowa gehören auch zahlreiche Ur- und Erstaufführungen zum Programm. Das Junge Schauspiel bietet spezielle Programme für Kinder und Jugendliche, um ihnen mit der Unterstützung von Theaterprofis einen Einblick in Produktionsbedingungen und Theaterprozesse zu ermöglichen.

Als national und international anerkannter Ort für hochkarätige Artistik und Varietékunst bietet der Frankfurter Tigerpalast seinen Besuchern eine Explosion der Unterhaltungskunst. Fast jeden Abend werden zwei Revuen(duden?) voller atemberaubender Seilakrobatik, Kabarett und Trapezkunst präsentiert. Begleitet wird das Varieté-Theater von einem Live-Orchester. Fast täglich lädt die Komödie Besucher zum Wegtauchen aus dem Alltag, hinein in unbeschwerte und amüsante Unterhaltung, ein. Mit Schauspielgrößen des deutschen Theaters bietet die Komödie als bundesweite Institution des Unterhaltungstheaters Stücke voller Situationskomik und Wortwitz.  

Internationales Theater   

Neben dem English Theatre, das durch seine durchgängig qualitativen internationalen Aufführungen längst zu einem Treffpunkt für die unterschiedlichsten Nationen in Frankfurt geworden ist und pro Saison mindestens 5 Stücke - darunter Klassiker, Komödien, Thriller und zeitgenössische Stücke und Musicals - erarbeitet, präsentieren auch Künstler und Ensembles aus rund 25 Kulturen im Internationalen Theater authentische Stücke aus ihrer Heimat. Mit 160 Veranstaltungen und 100 Gastspiele jährlich bieten die Schauspieler ihren Landsleuten ein Stückchen Heimat und dem übrigen Publikum einen kulturellen Einblick. Außerdem steht das English Theatre auch für bildungs- und linguistische Kompetenzen ein und hat zum Ziel, den kulturellen Austausch zwischen deutsch und englischsprachigen Menschen zu fördern. Es hat sich außerdem zur Aufgabe gemacht, die Welt des Theaters auch der jüngeren Generation näherzubringen: im „Drama Club“, einer Theaterschule, arbeiten junge Menschen an ihren selbsterarbeiteten Stücken, um die Theaterkultur besser kennenzulernen. 

Freies Theater  

Als eines der ersten Freien Produktionshäuser in Deutschland ist das Künstlerhaus Mousonturm auch heute noch eines der wichtigsten und erfolgreichsten internationalen Produktionszentren. Auf über 4000qm im denkmalgeschützten Turm der ehemaligen Mouson-Seifenfabrik bieten der Theatersaal, die zwei Studiobühnen, Probebühnen, Ateliers, Künstlerwohnungen und die Bühnenwerkstatt genügend Platz für zeitgenössischen Tanz und Choreografien, Formate internationaler Theaterarbeit, Filme, Konzerte und viele weitere Installationen aus dem deutschsprachigen, europäischen und auch außereuropäischen Raum.  

Jeden Freitag- und Samstagabend präsentiert das Kellertheater - Junge Bühne seinen Besuchern die unterschiedlichen Formen des Theaters: von ergreifenden Klassikern bis zu unterhaltsamen zeitgenössischen Stücken. Der Anspruch eines ambitionierten freien Theaters mit „Off-Bühne“ bleibt jedoch stets erhalten. In ständig wechselnder Besetzung bringt das Kellertheater nicht nur jedes Jahr 3 bis 4 Produktionen auf die Bühne, auch eine Reihe von Gastspielen werden präsentiert. Auch das von der multikulturellen Szene seines Stadtteils geprägte Gallus Theater hat sich der freien Theaterszene verschrieben: das Programm ist eine bunte Mischung aus bereits Bewährtem und Neuem, Schauspiel und Musiktheater, Chanson und Konzert. Das Theater versteht sich selbst als Produktions- und Spielstätte für freie Gruppen aus Frankfurt und Umgebung und ist ebenfalls offen für Gastspiele aus aller Welt.  

Fotos: Martin Combolet, Martin Kaufhold, Jessica Schäfer