Draußen wird es kühler, die Straßen sind geschmückt und hübsch beleuchtet, hier und da duftet es nach Glühwein, heißem "Äppelwoi" (Apfelwein) und gebrannten Mandeln: es weihnachtet in Frankfurt.  

 

Bethmännchen und Äppelwoi

Für das leibliche Wohl ist zur Weihnachtszeit in der Mainmetropole mit Lebkuchen, gebrannten Mandeln, Germknödeln und vielen herzhaften Spezialitäten gesorgt. Das Frankfurter Highlight sind jedoch die allerseits beliebten Bethmännchen, zu deren Liebhabern sich schon Persönlichkeiten wie Eduard Mörike und sogar Goethe zählen konnten. Die Gebäckspezialität bestehend aus einem Marzipanteig aus gemahlenen Mandeln, Puderzucker und Rosenwasser wird aus kleinen Kugeln geformt und anschließend mit jeweils drei halben Mandeln geschmückt, mit Eigelb glasiert und goldbraun gebacken. Gerne zur Weihnachtszeit gebacken (und umso genüsslicher verspeist) wurden die Bethmännchen von der Frankfurter Familie Bethmann – und das wahrscheinlich schon vor dem Jahre 1826. Nach dem Tod eines Sohnes ist der Legende nach die ursprünglich vierte Mandelhälfte fortan weggelassen worden.

 

Dazu gibt es neben dem klassischen Glühwein in der Mainmetropole natürlich auch immer heißen Apfelwein (hessisch ausgesprochen: Äbbelwoi). Aber auch die internationale Küche kommt während der Weihnachtszeit nicht zu kurz. So auch auf dem Schwedischen Weihnachtsmarkt in Preungesheim: hier werden schwedische Princesstorte und schwedischer Glögg angeboten. Der Höchster Weihnachtsmarkt lockt seine Besucher außerdem mit vegetarischen Leckereien. 

 

Weihnachtsmärkte in Frankfurt 

Weihnachten bedeutet in Frankfurt aber vor allem auch Zeit für den Weihnachtsmarkt – und davon gibt es in Frankfurt jede Menge. Hier kann man den ein oder anderen Feierabend-Glühwein zu sich nehmen, die Adventssonntage gemeinsam mit der Familie beim Bummeln und leckerem Essen verbringen oder auch eine Verschnaufpause zwischen den Geschenke-Einkäufen an den Adventswochenenden einlegen. Besucher haben hier die Qual der Wahl.

Aber auf welche Weihnachtsmärkte lohnt es sich zu gehen?
Geht es zu einem der schönsten und ältesten Weihnachtsmärkte Deutschlands auf den Römerberg, wo der 30 Meter hohe, mit 5000 Lichtern dekorierte Baum jedes Jahr auf rund 3 Millionen Besucher wartet? Oder sucht man weihnachtliche Gemütlichkeit? Dann ist man in Sachsenhaus am Goetheturm richtig. Auf der Suche nach Geschenken für die Liebsten, bietet sich ein Besuch auf dem Künstler-Weihnachtsmarkt in den Römerhallen und in der Paulskirche an. Hier begeben sich jährlich rund 20.000 Besucher auf Geschenkesuche. Frankfurter Künstler stellen ihre handgefertigten Kunstwerke aus Glas, Holz, Papier und anderen Materialien aus. PRINZ hat euch die schönsten Weihnachstmärkte in Frankfurt zusammengestellt. 

 

 

Geschenkideen aus Frankfurt

Wer seine Liebsten zur Weihnachtszeit rechtzeitig von Herzen beschenken will, kann sich auch in den vielen Frankfurter Geschenk- und Designshops umschauen. Beim Schauen und Bummeln auf der Friedberger Landstraße und der kleinen idyllischen Berger Straße findet man viele handgemachte Geschenke mit einem liebevollen Blick für Details und besonderem Design. Neben deutschen Künstlern und Designern gibt es jedoch auch jede Menge toller Ware internationaler Künstler, die in Läden mit süßen Namen wie Designe kleineKreis zu Quadrat und Affentor wunderschöne Accessoires, Deko und Interior anbieten. 

 

Weihnachtszeit heißt in Frankfurt auch Zeit für die Eissporthalle. Man schwingt sich aber nicht nur tagsüber auf die Kufen, denn die jungen Leute zieht es vor allem abends auf’s Eis – zur bekannten Eisdisco der Stadt, wo bunte Discolichter die Stimmung anheizen und angesagte Musik aufgelegt wird. 

 

Fotos: B. Mayer, pixabay, pexels