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Bekannte Drehorte für Filme und Serien in Berlin

In Berlin tobt das Leben – nicht nur in der Realität, sondern auch in Filmen und Serien. Es gibt kaum eine bedeutende deutsche Produktion für Kino und Fernsehen, die nicht in der Hauptstadt spielt. Dementsprechend kann man in Berlin recht viele Orte besuchen, die einem vom großen oder kleinen Bildschirm bekannt vorkommen. Zuletzt sorgte die Serie „Babylon Berlin“ für Aufsehen, und auch die spielt – wenig überraschend – in der Bundeshauptstadt. Allerdings nutzt sie nicht die heutige Metropole als Hintergrund ihrer Geschichte, sondern das Berlin der 1920er-Jahre. In der Zeit zwischen den Weltkriegen herrschte in der Stadt eine diffuse Stimmung zwischen Partyfieber und voranschreitendem Verfall. Das Polizeipräsidium, in dem Kriminalkommissar Gereon Rath, die Hauptfigur der Serie, beschäftigt ist, befand sich in den goldenen Zwanzigern am Alexanderplatz. Weil der imposante Bau, der auch Rote Burg genannt wurde, im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde, benutzten die Macher der Serie stattdessen die Fassade vom Roten Rathaus. Dort, wo sich früher das Polizeipräsidium am Alexanderplatz befand, steht heute übrigens das Shoppingcenter Alexa.

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Einige ikonische Szenen in „Babylon Berlin“ spielen in dem legendären Tanzcafé Moka Efti. Auch dieses fiel im Zweiten Weltkrieg den Bomben zum Opfer, weshalb für die Serie eine Alternative gefunden werden musste. Diese stellt das Kino Delphi in Weißensee dar, in dessen Zuschauerraum das Moka Efti nachgebaut wurde – allerdings in einer stark fiktionalisierten Version. Praktischerweise wurde das Kino Delphi in der Zeit errichtet, in der auch „Babylon Berlin“ spielt. Seit 1959 gibt es dort keine Filmvorführungen mehr, nachdem es für verschiedene Zwecke genutzt wurde, ist es inzwischen eine Kulturstätte.

Die Oberbaumbrücke, die zwischen Kreuzberg und Friedrichshain über die Spree führt, war Ende der 1990er-Jahre in aller Munde – dank des Films „Lola rennt“. Darin muss die von Franka Potente gespielte Lola innerhalb von 20 Minuten 100.000 D-Mark besorgen, um ihren Freund Manni vor einer Gangsterbande zu retten. Eines der bekanntesten Motive des Films zeigt Lola, wie sie durch den Arkadengang der Oberbaumbrücke läuft. Im Hollywood-Film „Unknown Identity“, der 2011 in die Kinos kam, stürzt sogar ein Taxi von der Brücke in die Spree. Darin sitzt der von Liam Neeson verkörperte Martin Harris, der vier Tage nach dem Unfall im Krankenhaus aufwacht – mit Lücke in seiner Erinnerung und ohne Ausweispapiere. Da ihn nicht einmal seine Frau zu kennen scheint, macht sich Harris auf die Suche nach der Taxifahrerin, die eventuell mehr über seine Identität weiß. Neben weiteren Drehorten in Berlin spielt das Hotel Adlon eine wichtige Rolle im Film, da es im Showdown in die Luft fliegt.

In zahlreichen Filmen steht die Berliner Mauer und deren Fall im Mittelpunkt, weshalb sie zwangsläufig in Berlin spielen. Zu erwähnen sind vor allem „Sonnenallee“ von 1999 und „Good Bye, Lenin!“ von 2003. Thomas Brussig, einer der Autoren des Drehbuchs zu „Sonnenallee“, wurde 1995 mit dem Roman „Helden wie wir“ bekannt. Auch dieser wurde (ebenfalls 1999) verfilmt und beschäftigt sich mit dem Mauerfall. Zu Beginn des Films läuft die Hauptfigur Klaus Uhltzscht voller Selbstbewusstsein mit entblößtem Penis durch Berlin. Wem diese Selbstsicherheit fehlt, weil er sein Geschlechtsorgan als zu klein empfindet, der kann übrigens mit einem medizinischen Expander wie dem PeniMaster die Bildung von neuen Zellen anregen. Im Idealfall wird das gute Stück dadurch verlängert. 


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