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PRINZ-Filmtipp: SPY CITY

Berlin im Jahre 1961. Noch gibt es keine Mauer. Vier Besatzungsmächte lenken das Schicksal der Stadt. Die Stadt wimmelt nur so von Spionen, Verrätern und Doppelagenten des KGB, der CIA und des MI6. In der angespannten Lage muss der britische Spion FieldingScott den Verräter in den eigenen Reihen finden. Eine brisante Mission in einer Stadt, die zum vermeintlich gefährlichsten Ort der Welt geworden ist. Scott erschwert sich seinen eigenen Auftrag, indem er sich in seine französische Amtskollegin verliebt, die zu allem Überfluss in das Zentrum der Ermittlungen rückt.

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Serie allgemein: © 2020 Odeon Fiction GmbH, Seven Stories LTD, Wilma Film s.r.o. SN01 Artwork und Fotos: © 2020 Odeon Fiction / Dusan Martincek

In „Spy City“ führt uns Fielding Scott ins spannungsgeladene Berlin von 1961, wo niemand vertrauenswürdig ist. Der ehemalige KGB-Spion Jack Barsky war in seiner aktiven Zeit ebenfalls in geheimer Mission unterwegs und gibt im Interview einen authentischen Einblick in die Welt der Spione.

Wie oft haben Sie sich in Ihrer Zeit als KGB-Spion gefragt, wem Sie vertrauen können?
Jack Barsky: „Geheimagenten kann es nur geben, wenn zwischen der Organisation und den Agenten ein Vertrauensverhältnis besteht. Der KGB hätte mich nie in die Welt hinaus geschickt, wenn Zweifel an meiner Loyalität bestanden hätten. Auf der anderen Seite musste ich mich darauf verlassen können, dass der KGB immer zu mir steht und mich im schlimmsten Fall aus der Gefangenschaft befreit. Letzten Endes habe ich das Vertrauen gebrochen.“ (Anm. d. Red.: eine erfundene AIDS-Diagnose, um in den USA bleiben zu dürfen) 

Welche Parallelen zu Ihrer eigenen Vergangenheit entdecken Sie in Akteuren aus heutigen Spionage-Filmen und -Serien? 
Jack Barsky: „In Literatur und Film sind die Agenten fast immer Superhelden, die von einer gefährlichen Situation in die nächste stürzen. In der echten Welt geht alles sehr langsam und methodisch voran. So langsam, dass das Publikum bei einer getreuen Erzählung einschlafen würde. Ein Beispiel: Das FBI hat zehn illegale russische Spione zehn Jahre lang bewacht, bevor sie verhaftet wurden.“

Welchen Rat würden Sie der Hauptfigur Fielding Scott geben, wenn sein Leben in Gefahr gerät?
Jack Barsky: „Einen kühlen Kopf behalten und unbedingt alle negativen und ängstlichen Gedanken vermeiden. Die Angst ist der größte Feind eines Agenten und die Ursache der meisten Fehler. Manche von ihnen enden tödlich.“


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