Stolz und Vorurteil *oder so

Das nackte Überleben der Familie Bennet steht auf dem Spiel. Mrs. Bennet hat, neben einem nutzlosen Ehemann, fünf ledige Töchter – alle im heiratsfähigen Alter. Dabei können nur Männer Erben sein. Deswegen setzt sie alles daran, die Töchter möglichst gut zu verheiraten. Dann kündigt sich Charles Bingley zu einem Besuch in der Nachbarschaft an. Ein Mann wie aus dem Märchenbuch: reich, schön, stark, mysteriös – und noch zu haben! Der perfekte Schwiegersohn?
Die Mutter am Rande des Nervenzusammenbruchs fährt alle ihr zur Verfügung stehenden Geschütze auf: Bei einem Ball im benachbarten Anwesen sollen die Töchter alles geben, um Bingley auf sich aufmerksam zu machen: Tanzen, singen und verführen. Doch nicht alle spielen mit: Tochter Elizabeth zum Beispiel liest lieber Romane, Mary kann so gar nicht singen und der Supermann reagiert auf die Avancen nicht so überschwänglich wie erwartet, hat aber seinen besten Freund Fitzwilliam Darcy mitgebracht …
Fünf Schauspielerinnen verkörpern nahezu das gesamte Personal des Romans, dem die Geschichte trotzdem erstaunlich treu bleibt. Geschildert wird das alles aus der Perspektive von fünf Dienstmädchen. Inmitten von Slapstick, Popsongs und einer Liebesgeschichte entsteht dabei eine Erzählung von weiblicher Selbstbestimmung und ökonomischer Abhängigkeit. Wild, berührend, mitreißend und vor allem sehr witzig.

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