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Neu entdeckt: Stanley Diamond

Ihr habt Lust auf exklusive Gaumenfreuden, seid aber „underdressed“? Kein Problem im Standley Diamond, denn hier zählt nicht die Kleidung, sondern der Genuss!



Das Bahnhofsviertel ist stark im Kommen, das weiß jeder. Nun wagen sich drei Frankfurter Gastronomen mit dem STANLEY DIAMOND an ein ungewöhnliches Konzept der exklusiven Küche – und es funktioniert!

Das Maxie Eisen brachte das Pastrami auf die Münchener Straße und die Macher – die Brüder James und David Ardinast sowie der Berliner Oskar Melzer – ernteten sogar Lob von der New York Times. Ein Grund mehr, sich einem neuen Projekt zu widmen, das exklusive Küche mit Frankfurter Lässigkeit vereint.

© Steve Herud
© Jana Stumpf
© Jana Stumpf
Das STANLEY DIAMOND präsentiert sich in schlichter Eleganz und passt auf den ersten Blick so gar nicht in die etwas heruntergekommene Ottostraße hinter dem Bahnhof. Auf den zweiten Blick wird aber schnell klar: Hier läuft alles anders! Das Service-Team begrüßt uns freundlich und begleitet uns an die Bar – ganz unkonventionell in Bluse, Blazer und Sneakers. Durch eine rot getönte Scheibe lässt sich erahnen, was in der Küche vor sich geht. Das Rot passt perfekt zu der verkleideten Decke und dem grünen Marmor, der die Bar einrahmt. Die freundliche Dame hinter der Bar mixt uns auf Wunsch eine Eigenkreation aus Gin, Limette, einem hausgemachten Holunder-Minz-Sirup und etwas Gurke, die super erfrischend ist und die feine Gin-Note beweist: Hier beherrscht jemand sein Handwerk. Die bequemen Sessel erzeugen eine Wohlfühlatmosphäre, die Tische sind klassisch eingedeckt mit Kristallgläsern und weißen Tischdecken: „Das ist schick, erinnert an den Kaffeetisch bei Oma und sorgt für eine angenehme Geräuschkulisse, weil das Abstellen von Gläsern und Tellern nicht so laut ist“, so James Ardinast. Mit dem Konzept, klassische Gerichte frei, aber auf persönliche Art und Weise zu interpretieren und jedem zugänglich zu machen – egal ob in Shorts und Flipflops oder Hemd und Sakko – möchten die drei Gastronomen neue Akzente setzen. 

Das Steinofenbrot und die fantastische Rosmarin-Butter machen uns neugierig auf die Karte, die puristisch ausfällt und nur die Hauptzutaten verrät. Umso größer ist die Überraschung, als uns der isländische Kabeljau (28 Euro) an Petersilienwurzel-Püree mit Safranschaum, Venusmuscheln, Oliven, Tomaten und Pinienkernen serviert wird. Eine wahre Geschmacksexplosion, denn der Fisch hat eine perfekte Konsistenz, das Püree ist kräftig und leicht fruchtig und die Zutaten schmecken einzeln als auch in Kombination wunderbar. Gleiches gilt für die Poularde (35 Euro) mit Kohlrabi-Gemüse, Pfifferlingen, hausgemachten Kroketten und schwarzem Trüffel in einer würzigen Soße. Das raffinierte Dessert (13 Euro) überzeugt mit einem fruchtigen Aprikosen-Sorbet, das die perfekte Balance zwischen Süße und Säure hält. Dazu gibt es eine weiße Schokoladenmousse und eine Variation der Sachertorte, die an Mousse au Chocolat mit einem Knusperboden erinnert und auf der Zunge zergeht.

Facts

Das Stanley Diamond bietet Platz für 65 Gäste im Restaurant und 15 weitere an der Bar. Etwa 30 Außenplätze sind noch in Planung.

Ottostraße 16-18, 60329 Frankfurt, Tel.: 069 269 428 92. Öffnungszeiten: Dienstag bis Donnerstag 18:30 Uhr bis 22 Uhr, Freitag und Samstag 18:30 Uhr bis 23 Uhr, Sonntag und Montag Ruhetag.


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