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Zwei Menschen, Drums, Gitarre, Gesang: Die Geschichte von Daiana Lou

Gibt es Liebe, die auf den zweiten Blick funktioniert? Wenn man die
Geschichte von „Daiana Lou“ und ihrem Produzenten Peter Hoffmann
erzählt, dann lautet die Antwort definitiv „Ja“. Sommer 2017: Hoffmann geht durch den Berliner Mauerpark, als er Daiana Mingarelli und Luca Pignalberi sieht. „Addicted“ ist der erste Song, den er von Daiana Lou je hört – und Hoffmann, Erfolgs-Produzent von Falco, Tokio Hotel und Lina, weiß, dass er etwas Einzigartiges erlebt: Daianas kraftvolle Stimme, Lucas treibende Riffs, ihr unkonventionelles gemeinsam-geteiltes Drum-Spiel. Hoffmann ist begeistert, doch die Zusammenarbeit startet erst ein Jahr später. Denn dass die beiden nicht wie von ihm angenommen in Italien, sondern in Berlin wohnen, das findet er erst 2018 heraus. Hoffmann geht erneut durch den Berliner Mauerpark, und wieder sieht er das italienische Duo. Hoffmann ist von der Musik der beiden extrem berührt, er lädt sie zu sich ins Studio nach Vögelsen ein. Die gemeinsame Arbeit beginnt.

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Wenn man die Geschichte von Daiana Lou erzählt, gibt es aber auch die Liebe auf den ersten Blick. Denn angefangen hat alles mit John Mayer – vor etwas mehr als sechs Jahren war das, im April 2013. Bei einer offenen Jam-Session in der Nähe von Rom gingen Daiana und Luca gleichzeitig auf die Bühne und binnen weniger Sekunden einigten sich die beiden auf „I`m gonna find another you“ des US-amerikanischen Singer-Songwriters. Luca spielte den Song auf der Gitarre an, Daiana stimmte ein. Liebe und Verständnis auf den ersten Blick. „Seither haben wir die Bühne nicht mehr verlassen“, sagt Daiana.

La giungla è quello spazio temporale in cui tutto sembra difficile ma ha il sapore della libertà.The jungle is that…

Gepostet von Daiana Lou am Mittwoch, 10. Juni 2020

Die Bühne, das kann für die beiden nahezu jeder Ort sein – egal ob auf den Straßen und Plätzen Roms, in einem kleinen Club oder im Berliner Mauerpark. Daiana und Luca schaffen sich ihre ganz eigene Bühne – durch ihre Präsenz und mit ihrer einzigartigen Aufteilung der Instrumente. Die zeigt sich unter anderem im Spiel der Drums. Daiana spielt die Snare, Luca Hi-Hat und Base Drum.

Daiana Lou – das ist auch die Verbindung verschiedener Musikstile und unterschiedlicher musikalischer Viten. Während Daiana einen Hintergrund im Reggae und im R`n`B hat, ist die musikalische „Heimat“ von Poli-Instrumentalist Luca eine klassische Blues-Ausbildung. Inspiriert hat sie aber auch die Musikszene in ihrer Wahl-Heimat Berlin, wo sie seit 2015 mit kleinen Unterbrechungen wohnen – und dort vor allem elektronische Musik. „Überall in der Stadt, in den Clubs gibt es diese wundervolle elektronische Musik“, erzählt Daiana. So seien sie selber auch zu Fans geworden, hätten darüber aber nie ihre Wurzeln in der akustischen Musik vergessen. Vielmehr sei die Musik „eine Inspiration“ und habe nur weitere Facetten zu den eigenen Stücken hinzugefügt. „Die positive Energie der Stadt hat unsere Musik sicher noch weiterentwickelt.“

Diese Energie und dieser Facettenreichtum findet sich auf verschiedenste Arten in den Songs des kommenden Albums „Coordinates for colourful egos“ wieder: Kraftvoll-rockige Songs wie die erste Single-Auskopplung „Misery“ oder „Dancing on fire“ wechseln sich mit reggae-artigen Tracks wie „Jungle“ und eindringlich-emotionalen Balladen wie „1000 Scars“ ab. Ausgehend von den englischen Texten hat das italienische Duo während der Produktion des Albums den Weg zurück zu seiner Muttersprache gefunden. So sind einige der Songs sowohl auf englisch wie auf italienisch zu hören. Berlin betrachten die beiden, das betonen sie immer wieder, als Ort ihres künstlerischen Schaffens und Reifens. Denn so wie die Stadt verschiedenste Sprachen, Kulturen und Geschichten miteinander vereint, verbinden auch Daiana Lou ihre unterschiedlichen Hintergründe, Facetten und Einflüsse in ihrem Album.

Im September 2016 wählte der spanisch-deutsche Sänger und Juror Alvaro Soler sie als eine der Bands für die zehnte Ausgabe von X-Factor Italia aus, wodurch das Duo in ganz Italien bekannt wurde. Nach der vierten Live-Show verließen Daiana Lou allerdings die Sendung, weil sie sich in ihrer künstlerischen Freiheit durch den Sender und das Format beschnitten sahen.

Haltung – so wie die beiden sich musikalisch nicht verbiegen und in eine vorgefertigte Form pressen lassen, genau so wichtig ist es dem Duo, mit seinen Texten klare Kante zu zeigen. Alltagsrassismus, soziale Ungleichheit und Unterdrückung – in vielen ihrer Songs behandeln sie gesellschaftspolitische Themen, die ihnen insbesondere während ihrer Zeit als Straßenmusiker begegnet sind. Mit ihrer Musik und ihren Texten wollen die beiden aufrütteln und für die großen Themen unserer Zeit sensibilisieren – und ihr Publikum zugleich unterhalten. „Wir glauben, dass Musik ein sehr starker Kitt ist, der uns verbindet und der die Welt ein kleines bisschen besser machen kann.“ Auch deshalb ist Humor neben positiver Energie ein elementarer Bestandteil ihres künstlerischen Schaffens.

Mit den Produzenten Peter Hoffmann und Jonas Schumann haben die beiden nun zwei Partner gefunden, die gemeinsam mit ihnen die erlebten Geschichten, gesehenen Bilder und ihren eigenen Sound zusammenbringen. Völlig unabhängig davon, ob es nun Liebe auf den ersten oder zweiten Blick ist

Daiana Lou – Coordinates for colorful ego

Daiana Lou veröffentlichen ihr erstes Album in Deutschland – mit einem Sound, der so viele Welten und Stationen ihres Schaffens verbindet – die Straßen und Plätze Roms, kleine Clubs oder der Mauerpark in Berlin. Die Songs sind voller Energie, intimer Momente, Spaß und Emotionen. Daiana Lou haben ihren Geschichten, die sie auf ihrem Weg als Künstler erlebt haben, einen Rahmen gegeben – dem Wahnsinn der Welt einen Soundtrack.

Ihre Energie und ihr Facettenreichtum findet sich auf verschiedenste Arten in den Songs des Albums „Coordinates for colorful egos“ wieder: Kraftvoll-rockige Songs wie die erste Single- Auskopplung „Misery“ oder „Dancing on fire“ wechseln sich mit reggae-artigen Tracks wie „Jungle“ und eindringlich-emotionalen Balladen wie „Thousand Scars“ ab. Ausgehend von den englischen Texten hat das italienische Duo während der Produktion des Albums den Weg zurück zu seiner Muttersprache gefunden. So sind einige der Songs sowohl auf englisch wie auf italienisch zu hören.


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