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Arang-Gründerin Sung-Hee: Das ist mein koreanisches Lieblings-Rezept!

Als in Deutschland geborene Koreanerin möchte Sung-Hee Kim die Menschen mit ihrem koreanischen Essen begeistern. Bei uns erzählt sie ihre Geschichte, spricht über ihre koreanischen Food-Produkte und über ihre Teilnahme am YouTube-Format „Create F – The Female Founders Show“.

Arang-Gründerin Sung-Hee Kim mit ihren Produkten

Ihre Mission: Die koreanische Küche in die deutschen Haushalte bringen – und zwar mit ihren Arang-Food-Produkten. Darunter übrigens die ersten in Deutschland hergestellten Seetangsuppen! Der Name „Arang“ hat dabei eine besondere Bedeutung. Denn Arang war das erste koreanische Restaurant in Norddeutschland. Gegründet 1975 von Sung-Hees Eltern in der Kleinen Reichenstraße in Hamburg. „Diese Geschichte von Aufbruch und Tradition, von Kultur und Cuisine möchte ich mit meinem Unternehmen weiterschreiben“, so Sung Hee.

Die Gründerin ist aktuell beim YouTube-Format „Create F – The Female Founders Show II“ zu sehen. „Create F“ hat das Ziel, den Zuschauer*innen nahbare Vorbilder vorzustellen und den Gründungsprozess etwas transparenter und auch für Frauen alltäglicher zu machen. Neben Sung-Hee stellen sich noch neun weitere Unternehmerinnen mit innovativen und spannenden Konzepten vor. Unbedingt reinschauen!

Prinz-Interview mit Arang-Gründerin Sung-Hee:

„Koreanische Seetangsuppe ist aufgrund ihres Nährstoffgehalts perfekt für werdende Mütter – aber nicht nur!“

Sung-Hee Kim

Sung-Hee, wie kam es eigentlich zu deinem Wunsch, die Deutschen für die koreanische Küche zu begeistern?

Während meiner Schwangerschaft mit meinem ersten Kind habe ich viel Seetangsuppe für mich gekocht. Nach der Geburt hat meine Mutter mich wochenlang mit Seetangsuppe versorgt, da die Suppe sehr viele gute Nährstoffe (Kalzium, Magnesium, Kalium, Selen und vor allem Jod) enthält, die Mutter und Baby optimal versorgen. In Korea ist die Seetangsuppe eine klassische Wochenbettsuppe, die im Alltag bei Jung und Alt sehr beliebt ist. Als ich meiner Freundin und Hebamme von der Suppe erzählt habe, fragte sie gleich: Warum verkaufst du sie nicht selbst? Das war schon vor sieben Jahren! Irgendwie habe ich die Idee immer wieder verworfen. Aber an den Supermarktregalen habe ich mich immer wieder gefragt, warum die Auswahl an asiatischen Suppen so gering ist. Obwohl es doch so viele gute asiatische bzw. koreanische Suppen gibt! Und vor ca. 1 ½ Jahren habe ich dann entschieden, dass ich die Suppe auf den Markt bringen will.

Auf was legst du bei den Produkten in deinem Shop besonders viel Wert?

Ich möchte den Menschen in Deutschland zeigen, wie lecker, vielseitig und gesund die koreanische Küche ist. Erfreulicherweise ist die koreanische Küche inzwischen auch in Deutschland immer mehr auf den Vormarsch. Durch kulturelle Phänomene wie K-Pop, Korean-Beauty und Serienhits wie „Squid Game“ ist Korea in aller Munde und zunehmend mehr Menschen interessieren sich für Korea. Als eine in Deutschland geborene Koreanerin bin ich durch meine Eltern mit der koreanischen Küche aufgewachsen. Kunden sowie potenzielle Kunden erkennen daher schnell, dass ich als Deutsch-Koreanerin weiß, wovon ich spreche und dass die koreanische Küche Teil meines Lebens ist. Es berührt die Menschen auch sehr, wenn ich erzähle, woher der Name „Arang“ kommt (Anm. der Red.: siehe oben). Weder meine Eltern noch ich hätten vor einigen Jahren gedacht, dass dieser Name noch einmal wiederbelebt wird.

In meinem Webshop biete ich aktuell zwei Sorten der koreanischen Seetangsuppe an (Seetangsuppe Huhn und Seetangsuppe Shiitake) sowie die typischen koreanischen Marinaden „Bulgogi“ und „Gochujang“, die unglaublich vielseitig einsetzbar sind. Ich möchte mit meinen Produkten grundsätzlich einen Einblick in die koreanische Esskultur geben. Zu wissen, warum bestimmte Speisen zu bestimmten Anlässen zubereitet werden (wie z.B. die koreanische Seetangsuppe) und damit zu erzählen, welche Story sich dahinter verbirgt. Damit sehe ich mich auch als Botschafterin der koreanischen Kultur.

Was verbindest du mit deinem Lieblings-Rezept „Bulgogi“, das wir unten vorstellen?

Mit dem Bulgogi-Rezept verbinde ich in erster Linie geselliges Beisammensein im Familienkreis oder mit Freunden. Bulgogi heißt wortwörtlich „Feuerfleisch“, da man es auch auf einem Grillgitter über glühend heißer Holzkohle grillt. In koreanischen Restaurants wird das Fleisch zusammen am Tisch gegrillt. Dazu werden eine Reihe von Beilagen (sogenannte „Banchan“, zu der natürlich auch Kimchi gehört) sowie Salatblätter serviert, wo das Fleisch dann eingerollt wird. Eine weitere Assoziation mit Bulgogi für mich ist, dass man mit diesem Gericht nie etwas falsch machen kann! Wenn Gäste das erste Mal bei uns zu Hause zum Essen eingeladen sind, serviere ich neben weiteren Beilagen in der Regel das Bulgogi-Gericht. Da weiß ich einfach, dass es den Gästen schmeckt und bisher war es auch so! Voraussetzung ist natürlich, dass man Fleisch isst …

Wie war es für dich beim YouTube-Format „Create F“ mitzumachen?

Bei „Create F – The Female Founders Show” geht es ja darum, mehr Sichtbarkeit und Präsenz für Gründerinnen zu schaffen. Denn der Frauenanteil bei Gründungen liegt bei mageren 20 Prozent. Über einen Zeitraum von sechs Monaten (Januar bis Juni 2023) werden zehn Gründerinnen in ihrem Gründungsalltag begleitet. Ab nächster Woche werden die Folgen einmal wöchentlich auf YouTube ausgestrahlt. Mit Create F möchten wir mehr Frauen inspirieren, ihre eigene Gründungsidee umzusetzen. Mitte Januar fanden die ersten Drehtage in Hamburg statt und auch wenn ich schon vieles gemacht und ausprobiert habe – vor der Kamera stand ich bisher noch nie! Und das ist natürlich schon aufregend. Highlight für mich war, die anderen Gründerinnen persönlich kennenzulernen und mit ihnen in Workshops allgemeine Gründerthemen anzugehen. Ich habe aus diesen Tagen sehr viel Motivation und Kraft schöpfen können und freue mich jetzt schon auf die nächsten Drehtage!

Sung-Hees Rezept: Koreanisches Bulgogi

Koreanisches Gericht Bulgogi

Das brauchst du für 4 Personen:

  • 1 Flasche (250 ml) Bulgogi-Marinade (z.B. von Arang)
  • 800 g Rindfleisch (gut eignen sich Hüftsteak, Entrecote oder auch Hochrippe)
  • ½ Zwiebel
  • Gemüse deiner Wahl (z.B. grüne Paprika, Karotte oder Porree)
  • Sesamkerne

So geht’s:

Das Fleisch in dünne Scheiben schneiden. Kleiner Tipp: Das Fleisch am besten für ein bis zwei Stunden ins Gefrierfach legen, sodass man es in halbgefrorenem Zustand gut schneiden kann. Geschnittenes Fleisch dann mit ca. 150 bis 200ml der Bulgogi-Marinade vermengen. Das marinierte Rindfleisch für mindestens zwei Stunden in Kühlschrank legen.

Die Zwiebel und das Gemüse deiner Wahl in Scheiben schneiden. Zuerst das Gemüse anbraten, bevor das marinierte Fleisch kurz bei hoher Flamme angebraten wird. Wer viel Marinade mag, tut einfach noch ein paar Löffel von der Bulgogi-Marinade dazu.

Beim Servieren das Ganze noch mit ein paar Sesamkerne bestreuen. Dazu Reis reichen.

Tipp: Wenn du kein Fleisch isst, hat Sung-Hee auch eine Bulgogi-Marinade mit Tofu im Shop.

Du findest Sung-Hees Produkte auf ihrer Website arang.de

Das Format „Create F” kannst du dir auf YouTube anschauen

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