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7 Fragen an die Strezzkidz

Die Strezzkidz sind Label und Veranstalter zugleich. Sie organisieren große Partys in und um Magdeburg und vermitteln eigene DJs. urbanite sprach mit Tobias Wolff über sein Projekt und mögliche Weiterentwicklungen.

Die Macher des Labels Strezzkidz sind Tobias Wolff (rechts) und Michael Heise (links), die beide seit Jahren in der Veranstaltungsbranche aktiv sind. Das Duo veranstaltet jedoch nicht nur verschiedene Events in und um Magdeburg, sondern vermittelt auch eigene DJs. Das Motto „Hardtekk Forever“ zeigt die musikalische Orientierung der Strezzkidz-DJs. urbanite sprach mit Tobias Wolff über die Anfänge, Live-Tech und über zukünftige Entwicklungen.

Steckbrief: Strezzkidz

GRÜNDUNGSDATUM 16.04.2005

WOHNORT Magdeburg

BERUF Veranstalter und Labelchefs

  1. Tobias, du bist der Initiator der Strezzkidz. Woher kommt dein Enthusiasmus für die Veranstaltungsszene?
    Ich komme ursprünglich aus dem Harz und habe dort viele Veranstaltungen besucht. Da kommt man dann mit Leuten ins Gespräch und baut Kontakte auf. Dazu kommt, dass ich gelernter Werbegestalter bin und schon lange Werbung für verschiedene Events mache. 2001 habe ich dann meine erste eigene Veranstaltung organisiert. Das war damals noch im ganz kleinen, privaten Rahmen. Heute arbeiten wir zusammen mit Stevie T. und Daniel Heuer und haben die neue Magdeburger Eventfirma „Crowd Event“ gegründet, mit der wir große Veranstaltungen organisieren. Ein Beispiel ist das We Love Music Festival, auf dem 2013 mehrere Tausend Besucher waren.
  2. Wann hast du die Entscheidung getroffen, dich in der Branche selbständig zu machen?
    Bis 2005 war ich bei den Eliteköpfen, die Partys in der Alten Papierfabrik in Rodersdorf organisiert haben. Ich habe immer für jemanden anderes gearbeitet und wollte dann mein eigenes Ding durchziehen. Die Idee der Strezzkidz habe ich dann 2005 realisiert.
  3. Wie hast du Michael Heise kennengelernt und wie kam die Zusammenarbeit zustande?
    Michael und ich haben uns zwei Jahre nach der Gründung von Strezzkidz kennengelernt und wir wussten schnell, dass wir in Zukunft erfolgreich zusammenarbeiten werden. Dadurch, dass wir uns gut ergänzen, ist das Projekt stetig gewachsen und erfolgreicher geworden. Ich betreue das Booking und gestalte die Werbung, Michael macht den Schreibkram und ist eher im Hintergrund aktiv.
  4. Warum habt ihr euch für diese musikalische Ausrichtung entschieden
    Ich denke, ich habe ein Ohr dafür, welche Musik gut ankommt. Gerade ab 2005 und in den Folgejahren war Schranz bei den Leuten sehr begehrt. Im Jahr 2009 habe ich dann gemerkt, dass die Gäste dieser Musikrichtung überdrüssig waren und nach etwas Neuem gesucht haben. Die ersten Live-Tech-DJs spielten in den Clubs und mir ist der Chemnitzer DJ Zahni aufgefallen. Über Facebook bin ich dann mit ihm in Kontakt gekommen und er wurde Teil der Strezzkidz. Mir war schnell klar: Live-Tech wird die neue große Musikrichtung! Es gibt momentan nur drei große Agenturen in ganz Deutschland, die Live-Tech-DJs vermitteln und wir können da mit unseren 15 Acts weit oben mitmischen. Gerade bei den harten Sachen gibt es viele Leute, die es lieben und viele, die es hassen, da die Musik recht einfach entsteht. Aber es gibt einen immer größer werdenden Kreis an Partygästen, die es sehr mögen.
  5. Wie entwickeln sich die Strezzkidz im besten Fall weiter?
    Weiterentwicklungen im DJ-Kollektiv sind momentan nicht geplant. Wir möchten aber, dass die DJs vermehrt gemeinsam auflegen und nicht mehr jeder für sich. 2014 wird es auf jeden Fall auch wieder das We Love Music Festival geben. Momentan planen wir das schon fleißig und suchen nach passenden Acts. 2013 ist Berlin als eine unserer Veranstaltungs
städte dazugekommen. Eigentlich war harter Techno tot in Berlin, aber ein Veranstalter hat den Kontakt zu uns gesucht und die Tickets waren schon nach kurzer Zeit vergriffen. Da der Bedarf scheinbar doch besteht, werden wir auch zukünftig drei bis vier Events pro Jahr in Berlin organisieren. Das ist eine schöne Entwicklung, da man nicht zu viel am gleichen Ort veranstalten sollte. Die Leute haben es dann schnell satt. Wir machen beispielsweise nur ca. die Hälfte unserer Events in Magdeburg – der Rest ist im Harz oder in anderen Städten. Eine wirklich große Veränderung des Labels ist im Bereich der Modekollektion „Strezzwear“ geplant. 
  6. Momentan vertreibt ihr die „Strezzwear“ über eure Website. Welche Änderungen habt ihr da im Kopf?
    Das mit den Klamotten ist wirklich gut angelaufen. Im ersten Jahr haben wir über 5.000 Stücke verkauft – das ist schon enorm. In naher Zukunft wird die „Youwear“ entstehen, die eine eigene Internetseite bekommt. Ich designe dann Kleidung für unsere Label-DJs, aber auch für externe Acts und Agenturen wie Dusted Decks und Miditonal.
  7. Wir sind Otto, weil…  
    wir die Sprache der Jugend sprechen und Magdeburg dadurch bunter machen.

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