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7 Fragen an Toni Kohlmeyer

Toni Kohlmeyer ist der neue Geschäftsführer der Otto Baskets. Im Interview mit urbanite spricht er über die aktuelle Situation, die schwierige Vergangenheit und die neue Saison.

Als ehemaliger aktiver Spieler und Trainer hat Toni seine sportliche Leidenschaft zum Beruf gemacht: erst als Geschäftsführer des Basketball Verbands Sachsen-Anhalt, seit Juli ist er nun der Kopf der Otto Baskets. In Zeiten von Abstieg, Lizensproblemen und finanziellen Schwierigkeiten ist die Arbeit des Geschäftsführers eines so krisenbehafteten Teams eine große Herausforderung. Wir sprachen mit Toni über die aktuelle Situation, bereits erreichte Ziele und seine Wünsche für die neue Saison, die mit dem ersten Heimspiel gegen die Rostock Seawolves am 12.10.2014 startet.

Steckbrief Toni Kohlmeyer

Geburtstag 27.08.1984

Geburtsort Wolmirstedt

Wohnort Magdeburg

Beruf Geschäftsführer der Otto Baskets

  1. Toni, bis Juli warst du Geschäftsführer des Basketball Verbands Sachsen-Anhalt e.V. – das hat dir sicher den Einstieg bei den Otto Baskets erleichtert? 
    Definitiv. Schon als BVSA-Vertreter lag die Hauptaufgabe in der Vereinsberatung. Ich habe immer wieder vor Ort geschaut, welche Probleme es gibt und Lösungsansätze entwickelt. Ein großer Pluspunkt ist, dass ich als Vertreter des Verbandes schon Kontakt zum Deutschen Basketballbund und den einzelnen Ligen hatte. Somit war meine vorherige Arbeit eines der Bindeglieder zwischen den organisatorischen Strukturen und den Vereinen. Ich war eh schon in viele Gespräche eingebunden, was mir den Einstieg bei den Otto Baskets erleichtert hat. 
  2. Eine sehr mutige Entscheidung, wenn man die Situation der Otto Baskets bedenkt. Wieso hast du dich für den Wechsel entschieden?
    Ich kannte den BBC und somit die Otto Baskets schon sehr gut und natürlich war die Situation zu der Zeit schwierig, aber ich hatte auch genug Einblick, um zu sehen, dass es nicht hoffnungslos war. Wenn man ganz genau weiß, dass man bestimmte Mechanismen in Gang setzen kann, damit sich die finanzielle Situation wieder umkehrt, dann hat man das Glück selbst in der Hand. Ich wusste, dass es besser wird, wenn wir als Verein gemeinschaftlich Dinge anpacken. Das ist auch das Spannende: Man kann viel verändern und nach seinen Vorstellungen umsetzen. Von daher war es sicher ein gewisses Risiko zu wechseln, was für mich aber überschaubar war.  
  3. Welche Aufgaben übernimmst du momentan? 
    Zu viele (lacht). In erster Linie gilt es jetzt erstmal aufzuräumen und zu definieren, wo man aktuell steht in puncto Sponsoren-Pool und Partner, die einen unterstützen. Wenn man das getan hat, und das ist eine meiner Hauptaufgaben, muss der Basketball hier in Magdeburg auf eine breite Basis gestellt werden. Das passiert zum einen in Bezug auf das Finanzielle, aber auch bezogen auf die Außendarstellung. Auch die Ehrenamt-Struktur muss weiterentwickelt werden.  
  4. Du hast das Finanzielle angesprochen. Wie gestaltet sich die Situation momentan? 
    Ich habe mich viel um Altlasten gekümmert, gehe mit Gläubigern in Gespräche und erkläre die Situation. Gemeinsam werden dann Lösungsansätze entwickelt, die für beide Seiten vertretbar sind. Die meisten Gesprächspartner waren dankbar, dass wir so offen und ehrlich mit ihnen gesprochen haben. Von den Partnern haben wir viel Unterstützung bekommen, sodass wir jetzt hinter viele finanzielle Probleme einen Haken setzen konnten und nach vorn schauen. Das Feedback, das wir nach den Gesprächen erhalten haben, war wirklich positiv. Es war uns wichtig, dass wir nicht die alten Probleme mit in die neue Saison nehmen. 
  5. Gibt es weitere wichtige Ziele, die du bereits jetzt erreichen konntest?  
    Ich bin sehr stolz sagen zu können, dass wir es jetzt wieder geschafft haben, den USC als Kooperationspartner zu gewinnen, der eine Jugendarbeit leistet, die wir als Verein derzeit nicht ansatzweise stemmen könnten. Das Verhältnis war bis vor kurzem sehr zerrütet, aber wir haben das wieder hinbekommen, indem wir uns an einen Tisch gesetzt haben und jetzt einen gemeinsamen Weg einschlagen. 
  6. Wie geht es sportlich gesehen in die neue Saison?
    Das Team formiert sich gerade nach und nach. Das Schwierige ist, dass wir mit der Rekrutierung erst kurz vor Saisonstart anfangen konnten, nachdem sich die Lizenzsituation geklärt hat. Normalerweise macht man das bereits im Mai oder Juli. Wir sind aber optimistisch, dass wir den Kader zum Saisonstart vollständig haben. In jedem Fall ist das sportliche Ziel der Saison die Play-offs, also die besten acht, zu erreichen und so spannende Spiele nach Magdeburg zu bringen. Mein größter Wunsch ist zudem, dass viele Besucher zu den Spielen kommen und wir die Halle füllen. 
  7. Ich bin Otto, weil … 
    ich die Gelegenheit habe Magdeburg mit einem Magdeburger Team überregional zu vertreten. Ich bin stolz darauf sagen zu können: Ich komme aus der Ottostadt mit den Otto Baskets.

Ihr wollt die Baskets in Aktion sehen? Auf der Facebookseite des BBC Magdeburg e. V. seht ihr die Termine für die aktuelle Saison. In unserem Gewinnspielbereich verlosen wir zudem Freikarten für alle Heimspiele der Otto Baskets. 

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