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Ein schnelles Focaccia-Rezept zum Niederknien

Plötzlich kündigt sich Besuch für den Abend an und da wäre frische Focaccia doch genau das Richtige. Blöd nur, dass der Teig immer so lange gehen muss … Oder? Nö!

Focaccia-Rezeptfoto

In dem New-York-Times-Bestseller Kochbuch „Nothing Fancy“ (dt.: Nichts Besonderes) von Alison Roman gibt es einige Klassiker-Rezepte, die durch kleine Twists und Kniffe auffallen. Eines davon ist dieses wundervolle Focaccia-Rezept. Es wird dem Untertitel des Kochbuches („Entspannt kochen für Freunde“) mehr als gerecht. Denn die Autorin und New-York-Times-Kolumnistin Roman hat lange ausprobiert, um einen schnellen Focaccia-Teig zu entwickeln, der sich für entspannte Abende mit Freunden eignet, die sich gerne auch mal spontan ergeben können. Am besten gleich ausprobieren!

Das braucht ihr für 6 bis 10 Personen:

1 Päckchen Trockenhefe

2 TL Honig

2 EL Olivenöl, plus ganz viel mehr für Schüssel und Blech

750 g Weizenmehl Type 550 (ihr könnt auch Type 405 verwenden, dann ist der Teig aber möglicherweise weniger elastisch), plus mehr für die Arbeitsfläche

2 TL grobes Salz

1 kleine rote Zwiebel, in sehr feine Ringe geschnitten

Meersalzflocken

Und so geht’s:

  1. Hefe, Honig, 2 EL Olivenöl und 500 ml lauwarmes Wasser in einer großen Schüssel verquirlen. Das Mehl hinzufügen und mit einem Kochlöffel locker untermischen (dann ist das Ganze noch sehr klumpig, aber das gehört so). Grobes Salz hinzufügen; weiterrühren, bis der Teig nicht mehr klumpig, sondern feucht und zäh geworden ist (er ist in diesem Stadium zu feucht und klebrig zum Kneten, gebt euch also noch keine Mühe, ihn glatt zu bekommen). Fest mit Frischhaltefolie bedecken und etwa 1 Stunde an deinen warmen Platz stellen, bis sich das Volumen verdoppelt hat.
  2. Den Teig auf eine dünn bemehlte Arbeitsfläche geben. Mit einer Handfläche hineindrücken, ihn einige Male dehnen und falten (der Teig ist zunächst noch klebrig, lässt sich aber leichter bearbeiten), bis er bindet und beginnt, glatt und elastisch auszusehen. Ihr könnt ihn ab und zu mit Mehl bestreuen, aber nehmt nicht zu viel.
  3. Sobald der Teig schön glatt aussieht, etwas Olivenöl in die Schüssel träufeln und sie damit ausfetten. Den Teig hineingeben. Die Schüssel mit Frischhaltefolie abdecken und 45 bis 60 Minuten an einen warmen Platz stellen, bis sich das Teigvolumen erneut verdoppelt hat.
  4. So viel Olivenöl auf ein Backblech (etwa 32 x 40 cm) gießen, dass man es großzügig damit ausfetten kann. Am besten verteilt ihr es mit den Händen. Den Teig auf das Blech legen und mit den Händen flach drücken. Er muss das Blech nicht ganz ausfüllen, denn er wird sich beim Ruhen und Backen noch ausdehnen. Mit reichlich Olivenöl beträufeln, dann für sein letztes Nickerchen mit Frischhaltefolie zudecken. An einem warmen Platz weitere 46-60 Minuten ruhen lassen.
  5. Den Backofen auf 220°C vorheizen.
  6. Der Teig ist backfertig, wenn er locker, glatt und elastisch aussieht. Als Test leicht mit den Fingerspitzen hineindrücken: Er sollte ein wen zurückfedern. (Wenn er einsinkt und in sich zusammenfällt, habt ihr ihn zu lange gehen lassen. Aber gehen wir nicht vom Schlimmsten aus. Selbst dann habt ihr etwas Essbares geschaffen, nennt es einfach Fladenbrot). Mit den Fingerspitzen kleine Kuhlen in die Oberfläche drücken, etwa so, als würdet ihr Klavier spielen. Den Teig mit den Zwiebelringen bestreuen, mit, genau, noch mehr Olivenöl beträufeln und mit Salzflocken bestreuen. Im Ofen 35 – 34 Minuten backen, bis das Brot goldbraun ist und die Zwiebelringe karamellisiert und durchgegart sind; das Blech falls nötig drehen, damit das Brot gleichmäßig bräunt.
  7. Aus dem Ofen nehmen und etwas abkühlen lassen, dann in Stücke schneiden und servieren.

Tipp: Der Teig lässt sich übrigens auch 1 Tag im Voraus zubereiten – einfach nach Schritt 3 fest in Frischhaltefolie wickeln und in den Kühlschrank legen.

Weitere Rezepte warten auf euch

Würdet ihr gerne weitere Rezepte von Alison Roman ausprobieren? Auf den Sozialen Medien hat sich Roman mit ihren Koch- und Backideen inzwischen eine große Fangemeinde aufgebaut. Auch auf YouTube wird sie für ihre Homevideos gefeiert.

Autorenfoto Alison Roman
Die Autorin Alison Roman stammt aus Los Angeles und lebt in Brooklyn. Schon für ihr Kochbuch „Dining In“ wurde sie mehrfach ausgezeichnet

Und natürlich werdet ihr auch in ihrem Bestseller „Nothing Fancy“ fündig. Empfehlung aus der PRINZ-Redaktion: Der Teekuchen mit Zitrone und Kurkuma ist eine Wohltat fürs Auge und für den Gaumen. Unglaublich lecker!

Cover Kochbuch Nothing Fancy
Nothing Fancy – Entspannt kochen für Freunde“ von Alison Roman, DK Dorling Kindersley Verlag, ISBN 978-3-8310-4240-1

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