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Abstieg in 4. Liga – Neumann: „Wir sind bitter enttäuscht“

Ganz Blau-Weiß trägt dieser Tage Trauer in Magdeburg. Die Fans, das Team und die Verantwortlichen des 1. FCM müssen nach dem elften Platz, der nicht zur Qualifikation an der neuen dritten Liga berechtigt, den bitteren Gang in die 4. Liga antreten. Da half auch der 2:1- Sieg im letzten Saisonspiel in Wuppertal nichts. Denn gleichzeitig gewann Eintracht Braunschweig 2:0 gegen Dortmund II und verdrängte die Elbe-Kicker in letzter Sekunde vom Quali-Platz.
„Jeder von uns ist bitter enttäuscht“, beschreibt FCM-Allrounder Stephan Neumann die verständliche Situation. Nur vier Tore fehlten am Ende auf Braunschweig und die Quali zur dritten Profiliga. Also wieder Pech wie im letzten Jahr, als der FCM unglücklich am letzten Spieltag gegen St. Pauli den Aufstieg in die zweite Liga verspielte? „Nein“, entgegnet Neumann, „diese Saison müssen wir uns den Misserfolg selbst zuschreiben. Die Hinrunde hat uns gewissermaßen die Quali gekostet, wir haben einfach zu wenig Tore gemacht. Solche Spiele wie zu Hause gegen Dortmund II oder bei Cottbus II hätten wir nicht verlieren dürfen.“
Zur Winterpause hatte der FCM bereits sechs Punkte Rückstand auf die Quali-Plätze. Eine zu große Hypothek in der Rückrunde. Auch Neu-Trainer Paul Linz konnte mit 29 Punkten aus 16 Spielen den Abstieg nicht verhindern. Ob die FCM-Verantwortlichen mit der Entlassung Dirk Heynes zu spät gehandelt haben, bleibt nur Spekulation. Aber wer weiß, wo der FCM gelandet wäre, hätte Linz schon früher das Ruder an der FCM-Kommandobrücke übernommen.
Aber auch in de Rückrunde lief nicht alles nach Wunsch. Der FCM hätte locker die Quali geschafft- hätten die Kicker nicht immer gegen die direkten Konkurrenten Federn gelassen. So gab es Punktverluste gegen Babelsberg, Braunschweig, Dresden und Essen. Neumann: „Wir haben zwar gegen starke Gegner wie Düsseldorf oder Union Berlin gewonnen, es jedoch versäumt, gegen Teams aus unserer Tabellenregion die Big Points zu machen.“
Und deshalb spielt der FCM nun in der Regionalliga. Die Frage ist: Inwieweit bleibt der Kader beisammen? Starke Spieler wie Florian Müller, Björn Lindemann oder Najeh Braham sind heiß begehrt. Doch der 27-jährige Neumann glaubt: „Es wird keinen Ausverkauf geben. Im Kern wird die Mannschaft zusammen bleiben.“ Wie auch Trainer Paul Linz, der zeitnah einen neuen Vertrag unterschreiben soll. Auch „Pippi“ Neumann bleibt dem FCM erhalten. Mit einer Unterbrechung (2002-2003 bei Mönchengladbach) spielt das Urgestein seit 1987 beim FCM. „Ich habe den Verantwortlichen mein Wort gegeben, hier zu bleiben. Ich will mit dem Verein zurück in die 3. Liga“, setzt Neumann ein positives Zeichen.


Zwischen Hoffen und Bangen
Foto: Dustin Maenecke

FCM Allrounder Stephan Neumann
Foto: Stefan Deutsch

Negativ waren hingegen die Ausschreitungen einiger FCM-Chaoten in Wuppertal, als kurz vor Schluss zahlreiche Feuerwerkskörper aufs Spielfeld geschossen wurden und das Spiel kurz vorm Abbruch stand. Nicht nur Neumann findet solches Verhalten unverständlich: „So was gehört nicht zum Fußball. Man muss auch immer Bedenken, dass dort Kinder im Block stehen.“
urbanite meint: Der FCM muss entschieden gegen solche Chaoten vorgehen. Sofort!

Weiterführende Links

Homepage des 1. FCM

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