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Souveräne Vorstellung im Millerntor

Der 1.FC Magdeburg hat auswärts beim FC St. Pauli II vor 1488 Zuschauern im Stadion Am Millerntor gewonnen. Damit konnten die Magdeburger mit drei Punkten vorlegen und nun die Konkurrenz am Wochenende beobachten. Radovan Vujanovic (12.), Maximilian Watzka (41.) und Marcel Probst (78.) sicherten mit ihren Toren den Auswärtsdreier in Hamburg. Der Sieg hatte jedoch einen Faden Beigeschmack: Während der Pressekonferenz wurde bekannt, dass am Einlass zum Gästeblock „Fans“ in die Kasse griffen und einen unbekannten Betrag entwendeten. FCM-Trainer Steffen Baumgart entschuldigte sich sofort im Namen des Vereins für den Vorfall, der von der Polizei aufgeklärt werden soll.
Die Partie begann für Magdeburg verheißungsvoll: Radovan Vujanovic hämmerte einen 17-Meter-Freistoß aus zentraler Position bei Nieselregen unhaltbar in die Maschen. Sein Tor zum 1:0 war der Grundstein für den Erfolg in Hamburg. Vier Minuten später agierte Vujanovic wieder gefährlich vor dem St. Pauli-Tor. Sein Kopfball ging ganz knapp am Kasten vorbei. Danach passierte nicht mehr viel am Millerntor. Magdeburg spielte souverän und ließ den FC St. Pauli laufen. Die Fans konnten im ersten Durchgang noch einmal jubeln: Maximilian Watzka krönte seine insgesamt gute Leistung nach 41 Minuten mit einem äußerst sehenswerten Treffer aus etwa 20 Metern mit dem verdienten 2:0 für den FCM. Der Jubel war nach dem richtungweisenden Treffer riesengroß. Watzka feierte sein Tor mit Christian Prest mit einem simulierten Synchronkniehebelauf. Wohl eine Anspielung an den Laufstil von Abwehrrecke Prest. Halbzeitstand 2:0.

Nach dem Wiederanpfiff das gleiche Bild: Magdeburg spielte guten Fußball und dominierte die Szenerie auf dem satten Grün im spärlich gefüllten Stadion. Lars Fuchs hatte in der 59. Minute das 3:0 auf dem Fuß. Seinen Schuss parierte der Hamburger Keeper aber stark. Den Abpraller setzte Watzka im Nachschuss haarscharf neben den Kasten. Nach 76 Minuten konnte auch Mathias Tischer seinen Arbeitsnachweis abliefern: Er parierte eine Mann-gegen-Mann-Situation gegen einen heraneilenden Stürmer der Hamburger mit einer tollen Parade und verhinderte so den Anschlusstreffer der zeitweise überforderten Paulianer.
Den Schlusspunkt in der verregneten Partie setzte Abwehspieler Marcel Probst, der eine Ecke von rechts am langen Pfosten per Kopfball zum 3:0 über die Linie jagte (78.). Danach wechselte Baumgart durch und brachte Gewelke für den starken Racanel (83.) und Siga für den fleißigen Fuchs (89.). Magdeburg spielte die letzten Minuten souverän runter und entführte drei Punkte aus Hamburg. Endstand 3:0.

Steffen Baumgart nach dem Spiel: „Ich kann mich für die Vorkommnisse am Gästeblock nur im Namen des Vereins entschuldigen. Zum Spiel: Das 3:0 geht in Ordnung. Nach den 90 Minuten kann man insgesamt zufrieden sein.“ Sein Kollege Jörn Großkopf: „Wir sind enttäuscht, wenn man 0:3 auf die Mütze bekommt. Der Gegner hat uns vorgemacht, wie man ein Fußballspiel bestreitet. Wir sind nicht in die Zweikämpfe gekommen. Ich muss mich bei Steffen Baumgart bedanken, dass seine Mannschaft nicht nicht mehr Möglichkeiten genutzt hat. Die Niederlage ist verdient.“ Am kommenden Freitag tritt der FCM zu Hause wieder unter Flutlicht an. Gegen die Reserve von Hertha BSC soll der nächste Dreier auf dem Weg nach Oben eingefahren werden. Bis dahin können die Domstädter die Ausrutscher der Mitstreiter verfolgen und auf den Auswärtssieg in Hamburg weiter aufbauen.


Fotos: Mathias Sichting

Weiterführende Links

www.1.fc-magdeburg.de

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