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Eine Frau, ein Ball, ein Traum

Bereits seit zwei Jahren spielt die gebürtige Puerto Ricanerin mittlerweile beim Magdeburger FFC. Im Interview mit urbanite spricht sie über Liebe, Karriere und ihren Traum vom Glück.

Seit Juli 2012 spielt die 27-jährige Fußballerin Jacqueline Marie Cruz schon für den Magdeburger FFC und fühlt sich mittlerweile hier verankert. Die sympathische Defensivspielerin ist außerdem Nationalspielerin für Puerto Rico. Als die Kalifornierin mit puerto-ricanischen Wurzeln 2011 nach Deutschland kam, verschlug es sie zunächst zum BV Cloppenburg. Kennengelernt hatte sie dort auch ihren Freund Kevin Nennhuber, der ebenfalls aktiv im Fußballsport ist und dem sie dann nach Magdeburg folgte. Nennhuber spielt seit 2012 in der ersten Mannschaft des FCM. Inzwischen sei sie gut in die Mannschaft gewachsen und spürt eine größere Verbindung, sagt Cruz. Beim Gespräch wird deutlich, mit wie viel Leidenschaft sie bei der Sache ist und dass sie als Spielerin der 2. Bundesliga ihren Traum lebt. Als Ziel für diese Saison will sie mit der Mannschaft mindestens auf den sechsten Tabellenplatz rutschen und trotzdem wagt sie es auch ein paar Jahre in die Zukunft zu schauen und mit funkelnden Augen von der 1. Bundesliga zu sprechen. „Es ist wichtig, große Träume zu haben. Mein Feuer für den Sport ist noch lange nicht erloschen“, stellt Cruz klar. Sie spricht aber auch immer wieder an, wie schwer der Alltag in diesem Business sein kann. Gerade im Frauenfußball ist es keinesfalls immer so glamourös, wie man vielleicht von so einer hohen Liga erwarten würde. 

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„Ich wünsche mir, dass Frauenfußball irgendwann dieselbe Aufmerksamkeit und Anerkennung bekommt wie unsere männlichen Spieler“, sagt Cruz. Viele ihrer Teamkolleginnen studieren neben dem Sport oder gehen sogar noch zur Schule und müssen trotzdem noch arbeiten, da sich das „Gehalt“ im Verein größtenteils aus Sponsorware wie Trikots etc. zusammensetzt. Cruz macht derzeit ihren Master of Business Administration online an einer amerikanischen Universität. Und bei zusätzlich 25 bis 30 Stunden Training pro Woche ist es sicher ein hartes Stück Arbeit, die Balance zwischen Sport, Studium und Privatleben zu finden. Jacqueline Cruz findet treffende Worte: „Die Menschen, die ich liebe, sind mein größter Ansporn. Telefonate mit meiner Familie in Amerika und mit meiner besten Freundin geben mir Kraft. Aber vor allem mein Freund hält mich aufrecht. Was nach außen als selbstverständlich wirkt, schätzen wir umso mehr, denn eine stabile Beziehung und eine erfolgreiche Karriere in derselben Sportindustrie zu haben, ist großes Glück.“ 


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