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Wild-Restaurants in Magdeburg

Die Feinschmecker unter euch, werden sicher schon einmal Wild-Spezialitäten probiert haben – wir zeigen euch, wo ihr Köstlichkeiten aus Wald und Flur schlemmen könnt.

Die Feinschmecker unter euch, werden sicher schon einmal Wild-Spezialitäten probiert haben. Mit Rotkohl und Klößen werden daraus deftige Gerichte für die kalten Tage. Zu den beliebtesten Fleischsorten gehören dabei Wildschwein, Hirsch und Reh, die meistens als Filet oder Gulasch serviert werden. In einigen gutbürgerlichen Restaurants in Magdeburg könnt ihr Wildgerichte bestellen. Wir haben uns auf die Suche gemacht und für euch getestet, wo das Wild am besten schmeckt. 

Ratswaage Hotel

Ratswaageplatz 1-4, www.ratswaage.de

Mo-Sa: 6-23 Uhr / So gesonderte Öffnungszeiten

Speisen & Getränke: ★★★★★  Ambiente: ★★★★  Service: ★★★★★

Das Restaurant des Ratswaage Hotels wird vor allem von den Hotelgästen genutzt, ist aber auch einen Besuch wert, wenn ihr nicht auf der Durchreise seid. Die Karte wechselt regelmäßig und bietet so abwechslungsreichen und saisonalen Genuss. Am Testtag empfiehlt uns die freundliche Service-Mitarbeiterin das pikante Wildgulasch mit Rosenkohl und Schupfnudeln, das mit 15 Euro zu Buche schlägt. Als Gruß aus der Küche erhalten wir vor dem Hauptgericht etwas Brot mit Butter und Alpensalz. Das Wild folgt kurze Zeit später, appetitlich angerichtet auf einem länglichen Teller. Das restliche Gulasch wird separat in einer Terrine gereicht. Die Schupfnudeln sind außen kross und innen schön weich. Eine leichte Butternote verfeinert den bissfesten Rosenkohl. Das Wildgulasch enthält neben dem saftigen Fleisch auch einige Pilze und eine recht würzige Soße, die hervorragend zum Wild passt. Auf Nachfragen erfahren wir, dass das Fleisch von Lieferanten aus Bayern und Neuseeland stammt.

Fazit: Gastronomische Finessen im 4-Sterne-Hotel

Restaurant „Am Birnengarten“

Am Birnengarten 9, www.ambirnengarten.de

Di-Fr: ab 11 Uhr / Sa-So: ab 10 Uhr

Speisen & Getränke: ★★★★★  Ambiente: ★★★  Service: ★★★★★

Recht weit am Rand der Stadt, in Ottersleben, liegt der Birnengarten und mit ihm, etwas versteckt in einer Wohnsiedlung das gleichnamige Restaurant. Im Inneren zeugen Eistheke und Kuchenauslage vom eigentlichen Tagesgeschäft. Das Angebot an herzhaften Speisen hält jedoch für jeden Geschmack etwas bereit. Neben Suppen und Aufläufen lassen sich auch drei Wildgerichte auf der Karte finden. Wir entscheiden uns für Hirschbraten mit Rotkohl und Klößen für 15,90 Euro. Die Klöße und der Rotkohl sind angenehm aromatisch und gut gewürzt, vermutlich aber nicht hausgemacht. Der Hirschbraten wird in zwei ausreichend großen Stücken serviert und ist sehr zart, gleichzeitig aber von fester Konsistenz. Hier wird auf den Punkt gebraten und die sehr gute Qualität des Fleisches schmeckt man bereits beim ersten Bissen heraus. Nur um Haaresbreite verpasst der Birnengarten den Testsieg. Unser Tipp: Unbedingt probieren solltet ihr hier die hausgemachten Pommes frites für schmale 1,90 Euro!

Fazit: Überraschender Genuss in Ottersleben 

Zum „Bayrischen Krug“

Heideweg/ Neustädter See, www.zum-bayrischen-krug.de

tgl. ab 11:30 Uhr

Speisen & Getränke: ★★★★  Ambiente: ★★★  Service: ★★★★

In dem Restaurant am Neustädter See weht eine gehörige Portion Retro-Charme durch die Gasträume. Das Mobiliar ist urig, wie man es in einem Gasthaus nach bayerischem Vorbild erwartet, die Deko erinnert jedoch noch stark an vergangene Zeiten und wirkt ein wenig altbacken. An dem Sonntag unseres Tests sind ca. die Hälfte der Plätze belegt, dennoch vergeht überdurchschnittlich viel Zeit bis zur Aushändigung der Karte. Auf unsere Fragen kann die Service-Mitarbeiterin nur lückenhaft antworten und weiß beispielsweise nicht auf Anhieb, wofür die Zusatzstoff-Kennzeichnungen stehen (Anm.d.Red.: Nach Veröffentlichung des Gastro-Tests wurden wir darüber informiert, dass die Zusatzstoffkennzeichnungen in einem Ordner eingesehen werden können). Auf Nachfrage erfahren wir, dass „Wild vom Feinsten“ aus Genthin der Händler für das getestete Gericht, den Hirschbraten „Hubertus“ (15,90 Euro) ist. Nach ca. 20 Minuten erreicht uns das Essen, bestehend aus einer angemessenen Portion Rotkohl, fünf Kroketten und vier Scheiben saftigem Hirschbraten. Das Fleisch ist auf den Punkt zubereitet und gut gewürzt. Auch der Rotkohl überzeugt durch seine Würzigkeit, könnte von der Konsistenz jedoch etwas mehr Biss vertragen.

Fazit: Urige Gastlichkeit trifft auf solide Hausmannskost

Elbelandhaus

Benediktinerstr. 6, www.elbelandhaus.de

Mo-Fr: ab 11 / Sa-So: ab 10 Uhr

Speisen & Getränke: ★★★★  Ambiente: ★★★★★  Service: ★★★★★

Die Speisekarte im Elbelandhaus orientiert sich am Lauf des Flusses. So könnt ihr typische Gerichte aus Tschechien, Sachsen, Sachsen-Anhalt und von der Küste bestellen. Eine der Spezialitäten aus Sachsen-Anhalt ist das Letzlinger Hirschgulasch für 15,70 Euro. Als Beilagen werden Kartoffelklöße und Apfelrotkohl gereicht. Vor allem mit letzterem kann das Landhaus punkten. Sehr fruchtig und mit Biss, unterscheidet sich die Gemüsebeilage stark vom Rotkohl der anderen Restaurants und bringt eine individuelle Note auf den Teller. Weniger überzeugend sind hingegen die recht fad schmeckenden Kartoffelklöße, die keinerlei Struktur durch Kartoffelstücke aufweisen und vermutlich nicht hausgemacht sind. Das Gulasch wiederum ist fein abgestimmt, die Fleischstücke zart. Der Service ist freundlich und zuvorkommend. Auf unsere Anmerkung hin, dass die Klöße nicht nach unserem Geschmack sind, werden alternativ Kartoffeln angeboten.

Fazit: Spezialitäten von der Elbe – fein zubereitet und lecker 

Alberich

Alt Prester 1, www.restaurant-alberich.de

Mo-Fr: ab 17 Uhr / Sa-So: ab 11:30 Uhr

Speisen & Getränke: ★★★★  Ambiente: ★★★★★  Service: ★★★★★

Das Alberich befindet sich in einer ehemaligen Dammmühle in Cracau. Außen- und Innenbereich überzeugen mit liebevoller Gestaltung und romantischem Flair. Vom überaus freundlichen Service-Mitarbeiter werden wir im Wintergarten platziert. Unsere Wahl fällt auf Hirschmedaillons mit Putenleber für 18,40 Euro. Wir erfahren, dass der Chef des Restaurants Jäger ist und so aus erster Hand die Küche mit frischen Fleischspezialitäten versorgt. Die Qualität der zubereiteten Speisen ist tadellos. Frische Petersilie ziert den Kartoffelkloß und auch das Rotkraut ist schmackhaft zubereitet, sticht jedoch geschmacklich nicht hervor. Die neben dem Rotkohl platzierten Preiselbeeren passen sehr gut zu Wild und Leber. Die drei großen Fleischstücke haben eine gute Konsistenz und sind fein mit Gewürzen abgestimmt. Der leicht strenge Wildgeschmack bleibt gut erhalten. Ein wenig enttäuscht sind wir von der in der Karte angekündigten Honigkuchen-Pflaumensoße. Beide Komponenten schmeckt man kaum heraus und auch die leicht erwartete Süße bleibt leider aus.

Fazit: Exklusiver Genuss in romantischem Ambiente

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