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Liebe zum Detail in Cheryl’s Café

Ein neues Glanzlicht hat sich in Lindenau platziert. Mit Cheryl’s Café ist eine Location entstanden, die durch Individualität und Liebe zum Detail glänzt.



Leider wurde das Café von Schauspielerin Cheryl Shepard Ende März 2016 geschlossen. Grund dafür ist wohl die neue Rolle in der TV-Serie „Rote Rosen“, die die Schauspielerin angenommen hat.

Auf PRINZ können sich alle Fans noch einmal in die Atmosphäre ihres Cafés lesen:

Der Laden von Cheryl Shepard ist kompakt und jeder Zentimeter mit Bedacht genutzt. Betritt man ihn, entsteht schnell das Gefühl, dass die vielen Details nicht zufällig platziert wurden. Angefangen von bequemen Kinositzen am Eingang bis hin zum 80er-Jahre-Sammelgeschirr: Cheryl reizt das Ungleiche und Alte. 

Das Cheryl’s ist, mit 25 Plätzen und einem kleinen Außensitz hin zum täglichen Straßentrubel an der Kreuzung Lützner Straße / Ecke Zschochersche Straße, seit dem 31. Juli 2015 ein Teil der Lindenauer Café-Szene. Und schon die Eröffnung lief vielversprechend. „Es waren knapp 200 Leute da, die schon vor Ladenöffnung vor der Tür standen. Das hat mich ehrlich gesagt ein bisschen überfordert“, gesteht Cheryl, die sogar eine Nacht vor ihrem großen Tag, im Cheryl`s campierte. Denn eine gelernte Gastronomin ist sie ganz und gar nicht. Cheryl Shepard ist bekannt aus der Serie „In aller Freundschaft“ und mimte vor ihrem Ausstieg eine der beliebtesten Charaktere des TV-Formats.

Also auf zu neuen Ufern und weg vom Promi-Bonus. „Klar, am Anfang hat sich viel um die Persönlichkeit aus der Serie gedreht. Davon will ich aber nach und nach weg, denn ich will die Leute aus dem Kiez zu mir ziehen und nicht nur Fans“, erzählt sie. Für sie also völlig klar, dass sie jeden Tag alles geben muss und so oft es geht in ihrem Café präsent ist.

Auf den Punkt gebrachter Flohmarkt-Schick

Der Wunsch, ein Lokal zu besitzen, war laut Cheryl, schon lange da. Aber erst durch einen Freund ist die Idee dann auch greifbar geworden – der hatte nämlich die passende Gewerbefläche für die gebürtige Amerikanerin. Und aus einer halbgaren Idee wurde dann fix Ernst. Das zweistöckige und verwinkelte Café ist trotz anthrazitfarbener Wände heimelig und freundlich geworden. Nicht zuletzt durch frische Blumen, massives Holz und extravagantes Geschirr obliegt dem Cheryl’s ein einmaliger Charme. Und wie sie selbst sagt, ist alles, was dort steht, eigens vom Agra-Flohmarkt ins Café gehievt worden. 

Im Angebot stehen zum großen Teil selbstgebackener Kuchen, frische Säfte und Kaffeespezialitäten. Einen Kaffee gibt es für 2€, für den Absacker am frühen Abend stehen Radler und Wein bereit. In Zukunft möchte Cheryl ihr Angebot auf vegane Kuchenspezialitäten erweitern und den Leuten Kuchen american way servieren – sie muss ja schließlich wissen, wie das geht.

Fazit: Extravagante Location mit Liebe für das Detail und mit Herz zum Trödel. Der Außensitz ist für Hotspotter sicher eine Option, aber ansonsten etwas zu trubelig und unruhig. 


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